Gottlieb Ludwig von Beville

Grabplatte der Familie an der Kirche in Stülpe

Gottlieb Ludwig Theophil von Beville (* 28. Juli 1734 in Berlin; † 9. April 1810 ebenda)[1] war preußischer Offizier, zuletzt General der Infanterie sowie Gouverneur des Fürstentums Neuenburg.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Herkunft

Gottlieb Ludwig entstammt der Hugenottenfamilie le Chenevix de Beville aus der Provinz Chartes. Sein Vorfahre war der Hofrat Benjamin le Chenevix de Beville, der schon vor der Aufhebung des Edikt von Nantes und der Hugenottenverfolgung nach Preußen gekommen ist. Dort kaufte er 1685 die Herrschaft Rheinsberg inklusive Stadt von General Franz du Hamel. Seine Eltern waren der preußische Oberstleutnant Johann Heinrich le Chenevix de Beville und dessen Ehefrau Susanna, geborene Baronesse de Montaulieu Saint-Hippolite, Tochter eines Generals. Dieser verkaufte das Schloss Rheinsberg 1734 an den Kronprinzen Friedrich II.

Militärische Laufbahn

Béville wurde am 21. Dezember 1749 als Gefreiterkorporal im Infanterieregiment „von Forcade“ Nr. 23 angestellt. Als Fähnrich nahm er am Feldzug 1756/63 an der Belagerung von Schweinitz, dem Überfall von Hochkirch sowie den Schlachten bei Zorndorf, Liegnitz und Torgau teil. Am 5. April 1757 wurde er zum Sekondeleutnant befördert sowie ein Jahr später zum Flügeladjutant des Königs ernannt.

Am 8. Mai 1764 wurde er als Major in das Infanterieregiment „von Kleist“ Nr. 36 versetzt. Im Mai 1773 wurde er zum Oberstleutnant befördert und am 26. Juni 1777 Oberst. 1778 bekam er für seine Leistungen den Orden Pour le Mérite. 1779 wurde er zum Gouverneur von Neuenburg ernannt. Er war aber die meiste Zeit in Berlin. Nur in den unruhigen Jahren 1799 bis 1802 war in Neuenburg. 1801 wurde er mit dem Orden des Schwarzen Adlers ausgezeichnet.

In der Zeit von 1756 bin 1779 war er bei allen Feldzügen dabei und geriet 1761 bei Schweidnitz in Gefangenschaft. Er wurde aber bereits nach zwei Monaten ausgetauscht.

Am 20. Mai 1785 wurde er zum Generalmajor ernannt und wurde Chef des Regiments zu Fuß „Leopold von Braunschweig“ Nr. 24. 1786 nahm er für den König Friedrich II. von Preußen die Huldigungen im Fürstentums Neuenburg entgegen. 1790 wurde er zum Generalleutnant ernannt. 1806 wurde er als Gouverneur durch Louis-Alexandre Berthier abgelöst sowie mit dem Charakter als General der Infanterie in den Ruhestand verabschiedet.

Er ist der Kirche von Stülpe beerdigt.

Familie

Beville war in erste Ehe mit Juliane Eleonore von Voß, verwitwete von Rochow (* 15. März 1734; † 6. November 1806) verheiratet. Nach deren Tod vermählte er sich 1807 mit Luise Charlotte Friederike, geborene Freiin von der Holl, verwitwete von der Groene (1763-1847).

Aus der ersten Ehe gingen die Kinder

  • Heinrich Ludwig (1767-1793), preußischer Offizier im Infanterieregiment „von Braunscheig“ Nr. 21
  • Susanne Juliane (* 1769) ∞ General von Roeder
  • Karl Philipp (1770-1837), preußischer Offizier im Dragonerregiment „von Gilsa“ Nr. 3

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Die Angaben im Historisches Lexikon der Schweiz sind vermutlich falsch. Sein Grabstein sagt was anderes; siehe Stülpe