Gregor Hatala

Gregor Hatala ist ein österreichischer Balletttänzer und der Sohn des ursprünglich slowakischen Tänzers Milan Hatala.

Leben

Der gebürtige Wiener, den Kritiker schon als „Dynamit auf der Bühne bezeichneten“, stammt aus einer Künstlerfamilie und erhielt seine Ausbildung an der Ballettschule der Österreichischen Bundestheater. Seit 1990 ist Gregor Hatala Mitglied des Wiener Staatsopernballetts, avancierte 1996 zum Solotänzer und wurde 2000 zum ersten Solotänzer ernannt. 1994/95 tanzte er als Solist beim Boston Ballet, wo eine intensive Zusammenarbeit mit Tatjana Legat stattfand. Von 1999 bis 2006 war Gregor Hatala Gastsolist des Ungarischen Nationalballetts und von 2004 bis 2006 Gastsolist des Slowakischen Nationaltheaters. Von 2003 bis 2008 war Hatala Konsulent und Organisator der Gala di Danza von Francis Menottis Festival dei Due Mondi in Spoleto. Seit 2009 ist Gregor Hatala außerdem der Obmann der „Vereinigung Wiener Staatsopernballett“.

Gregor Hatala gilt als der prägendste Tänzer der Ära Renato Zanella und darf als erfolgreichster österreichischer Balletttänzer der letzten 30 Jahre bezeichnet werden. Als einer der letzten er hat seinen Weg von der Ballettschule bis ganz nach oben als erster Solotänzer (2000) am Haus Wiener Staatsoper gemacht. Das Repertoire des virilen, athletischen Typs reicht von der klassischen Prinzenrolle bis hin zu ausdrucksstarken Charakterrollen. Die physischen Anlagen zur Technik hat Gregor Hatala von seinem Vater Milan, ebenfalls einst Tänzer, sozusagen geerbt und ebenjene lässt Hatala in Paraderollen wie beispielsweise als Rudolf in „Mayerling“ strahlen.

Überhaupt waren die Eltern, die zunächst gar nicht anstrebten, dass der Sohn wie sie selbst auch eine Tänzerkarriere anstrebt, sehr prägend für die Entwicklung von Gregor Hatala. Mit seinem Vater erarbeitete er eine grundsolide Balletttechnik. Als großes Vorbild gilt für ihn Rudolf Chametowitsch Nurejew, an dessen Stil er jahrelang bis zur Perfektion feilte und in dessen Choreographien er heute glänzt.

Für den Tänzer gilt die Intention auf die Bühne zu gehen und das Publikum seine Sorgen vergessen zu lassen. „Ich möchte das Publikum unterhalten, in den Bann ziehen und in eine andere Welt entführen. Mir bereitet es die größte Freude, wenn ich Menschen begeistern kann und natürlich liebe ich tobenden Applaus“, so Hatala.

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