Griechenbeisl

Das Griechenbeisl

Das Griechenbeisl ist eine der ältesten Gaststätten Wiens. Es befindet sich am Fleischmarkt 11 neben der Griechenkirche zur heiligen Dreifaltigkeit.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die erste urkundliche Nennung des Griechenbeisls stammt aus dem Jahr 1447. Gegen 1500 wurde das heutige Griechenbeisl Gasthaus Zum gelben Adler genannt. Später scheint das Gebäude als Gasthaus Rotes Dachl, Goldener Engel oder Reichenberger Beisl auf. Als sich um die Mitte des 17. Jahrhunderts am Fleischmarkt griechische und levantinische Kaufleute ansiedelten, wurde das von ihnen bewohnte Gebiet als Griechenviertel bezeichnet. Dadurch erhielt das Gasthaus auch seinen heutigen Namen Griechenbeisl.

Im 17. Jahrhundert trat hier regelmäßig der Bänkelsänger und Sackpfeifer Marx Augustin („Der liebe Augustin“) auf.[1] An ihn erinnert eine beim Lokaleingang unter dem Fußabstreifer sitzende Augustin-Figur, der man Geld in den Hut werfen kann.

Prominente Gäste

Marx Augustin und andere berühmte Gäste, wie Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Richard Wagner, Johann Strauss, Johannes Brahms, Ferdinand Georg Waldmüller, Mark Twain, Franz Grillparzer, Johann Nestroy, Moritz von Schwind, Fjodor Iwanowitsch Schaljapin, Karl Lueger und Ferdinand Graf von Zeppelin verewigten sich mit Autogrammen im Mark Twain Zimmer.

Literatur

  • Paul Rotterdam: Paul Rotterdam. Ausstellung 1965. Katalog, Galerie im Griechenbeisl, 1965.

Einzelnachweise

  1. Artikel „Der liebe Augustin“ in der Zeitung Wiener Bilder vom 9. September 1908, online bei ANNO - AustriaN Newspapers Online

Weblinks

48.21055555555616.376944444444Koordinaten: 48° 12′ 38″ N, 16° 22′ 37″ O