Großer Priel

Großer Priel
Großer Priel

Großer Priel

Höhe 2515 m ü. A.
Lage Oberösterreich, Österreich
Gebirge Totes Gebirge
Dominanz 41 km → Gjaidstein
Schartenhöhe 1711 m ↓ Hinterberger Tal
Geographische Lage 47° 43′ 1″ N, 14° 3′ 47″ O47.71694444444414.0630555555562515Koordinaten: 47° 43′ 1″ N, 14° 3′ 47″ O
Großer Priel (Oberösterreich)
Großer Priel
Gestein Gebankter Dachsteinkalk
Besonderheiten Höchster Berg des Toten Gebirges

pd5

Spitzmauer (links) und Großer Priel im Winter

Der Große Priel ist mit 2515 m ü. A. die höchste Erhebung im Toten Gebirge und wird im Sommer und Winter begangen. Er liegt in der Pyhrn-Priel-Region und gilt als höchster Berg, der sich vollständig auf oberösterreichischem Boden befindet, da sich die Steiermark und Oberösterreich den Gipfel des Hohen Dachstein teilen.

Inhaltsverzeichnis

Name

Entgegen früheren Annahmen ist der Name nicht slawischen, sondern deutschen Ursprungs: demnach bedeutet Priel „Wasseransammlung“, „Wasserstelle“ und ist vom Almgebiet zum Gipfel hinaufgewandert.[1]

Erstbesteigung

Die erste touristische Besteigung ist für den 29. August 1817 dokumentiert, durch Sigmund Graf v. Engl mit den Jägern Hans, Anton, Engelbert und Ferdinand Riedler.[1]

Aufstiege

Der Aufstieg erfolgt von Hinterstoder über das Prielschutzhaus oder aus dem Almtal über das Almtalerhaus und die Welser Hütte bzw. ist als Übergang von der Pühringer Hütte möglich.

Aufstiegsvarianten vom Prielschutzhaus

  • Standardaufstieg über die Brotfallscharte mit einzelnen, neu sanierten Drahtseilversicherungen
  • Der 1994 errichtete Bert-Rinesch-Steig ist ein populärer Klettersteig (Schwierigkeit C-D).
  • Südgrat. Alpine Kletterroute (IV+; III, A0)

Aufstiegsvarianten von der Welser Hütte

  • Standardaufstieg über den Fleischbanksattel
  • Nordwest-Grat: alpine Kletterroute (III+)

Der Übergang von der Pühringer Hütte führt ebenfalls über den Fleischbanksattel. Ein selten begangener und langwieriger Übergang, die sogenannte Prielüberschreitung, führt vom Kleinen Priel (2134 m ü. A.) über den Schwarzkogel (2091 m ü. A.), die Angelmauer (2102 m ü. A.), die Teufelsmauer (2187 m ü. A.) und die Kirtagmauer (2144 m ü. A.) zur Arzlochscharte und von dort über den Priel-Nordgrat zum Gipfel des Großen Priel. Diese Überschreitung, eine Kammwanderung mit vielen, aber kurzen Kletterstellen bis zum Schwierigkeitsgrad II (UIAA) wurde das erste Mal 1904 durch O. Gruber und H. Schmid ausgeführt. Auf Grund der Länge der Tour und des nicht zu unterschätzenden Auf- und Abstiegs ist mit einem Biwak zu rechnen.[2]

Gipfelkreuz

Das erste 8 m hohe Gipfelkreuz wurde 1870 errichtet. Am Abend des 25. Juni 2008 fiel es einem starkem Gewitter zum Opfer. Zuvor zeigte es schon Ermüdungserscheinungen. Am 17. August 2009 wurde das neue Gipfelkreuz errichtet.

Literatur

  • Gisbert Rabeder: Totes Gebirge. Alpenvereinsführer für Wanderer, Bergsteiger und Kletterer. 4., neu bearbeitete Auflage. Bergverlag Rother, München 2005, ISBN 3-7633-1244-7.

Weblinks

 Commons: Großer Priel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Ludwig Krenmayr, Gernot Rabeder, Gisbert Rabeder: Alpenvereinsführer Totes Gebirge (= Alpenvereinsführer. Reihe: Nördliche Kalkalpen). RZ 60-63 und 155-157. 3., neubearbeitete Auflage. Bergverlag Rudolf Rother, München 1982, ISBN 3-7633-1244-7, Randzahl 286.
  2. Alpenvereinsführer Totes Gebirge. Randzahl 334