Großhaslau

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Großhaslau (Gemeindeteilf0)
Katastralgemeinde Großhaslau
Verwaltungssprengel
Großhaslau (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Bezirk Zwettl (ZT), Niederösterreich
Pol. Gemeinde Zwettl-Niederösterreich
Koordinaten 48° 43′ N, 15° 22′ O48.71724315.365753Koordinaten: 48° 43′ N, 15° 22′ Of1
Einwohner d. stat. Erh. 167 (2001)
Fläche d. KG 7,05 km²
Postleitzahl A-3910f1
Vorwahl +43/02823f1
Ortsvorsteher Leopold Reitterer[1]
(Stand: 28. Oktober 2012)f1
Statistische Kennzeichnung
Katastralgemeindenummer 24319
Bild
Haltestelle der ehemaligen Lokalbahn in Großhaslau (2010).
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Großhaslau ist eine Ortschaft in Niederösterreich und bildet zusammen mit dem nordwestlich angrenzenden Weiler Teichhäuser eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Zwettl-Niederösterreich. Nach der Volkszählung von 2001 hatte die Katastralgemeinde 167 Einwohner auf einer Fläche von 7,05 km².[2][3]

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Großhaslau liegt in einer Entfernung von etwa sechs  Kilometern nördlich des Stadtzentrums von Zwettl an der Zwettler Straße (B 36). Der Ort ist durch Postbusse mit dem österreichischen Überlandbus-Netz verbunden und verfügt über eine Haltestelle der Lokalbahn Schwarzenau–Zwettl–Martinsberg, deren Personenverkehr jedoch im Dezember 2010 eingestellt wurde. Im Februar 2008 wurde mit dem Bau einer rund fünf Kilometer langen, zweispurigen Umfahrungsstraße östlich von Großhaslau begonnen, die den Durchgangsverkehr im Ortsgebiet um 80 bis 85 % verringern soll.[4] Die Umfahrungsstraße wurde am 10. November 2010 für den Verkehr freigegeben.[5]

Das Gemeindegebiet grenzt im Norden an die Katastralgemeinde Großglobnitz, östlich an Germanns, im Südosten an Gerotten, südlich an Zwettl Stift, im Südwesten an Gradnitz, westlich an Unterrabenthan und im Nordwesten an Ritzmannshof und Walterschlag (Gemeinde Schweiggers).

Geschichte

Großhaslau wurde 1157 mit der Bezeichnung Haselowe zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der Name bedeutet so viel wie „Au, die mit Haselsträuchern bewachsen ist“.[6]

Als nach der Revolution von 1848/49 im Kaisertum Österreich das feudale Gesellschaftssystem aufgehoben wurde, bildeten sich allerorts selbständige Gemeinden. Obwohl ein Entwurf für das Waldviertel vorsah, dass Großhaslau zur Ortsgemeinde Zwettl gehören sollte, wurde aufgrund von Widerständen aus der Bevölkerung schließlich zugelassen, dass sich der Ort 1850 als selbständige Gemeinde konstituierte.[7]

Im Jahr 1968 schlossen sich Stift Zwettl, Rudmanns und Gerotten zur Gemeinde Stift Zwettl zusammen. 1970 kam Großhaslau zu der neu gebildeten Ortsgemeinde hinzu, welche sich 1970/71 zusammen mit Friedersbach, Gradnitz, Großglobnitz, Jagenbach, Jahrings, Marbach am Walde, Oberstrahlbach, Rieggers, Rosenau Dorf, Rosenau Schloss, Unterrabenthan und Zwettl freiwillig zur neu gebildeten Stadtgemeinde Zwettl-Niederösterreich vereinigte.[8]

Persönlichkeiten

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Ortsvorsteher - Alle. Stadtgemeinde Zwettl-NÖ, abgerufen am 28. Oktober 2012.
  2. Volkszählung vom 15. Mai 2001: Einwohner nach Ortschaften. In: Statistik Austria. Bundesanstalt Statistik Österreich, S. 1, abgerufen am 10. August 2009 (PDF).
  3.  Österreichische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Die Städte Niederösterreichs. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1982, ISBN 9783700104636, S. 388.
  4. Spatenstich für Umfahrung Großhaslau. Stadtgemeinde Zwettl-NÖ, abgerufen am 10. August 2009.
  5. LH Pröll eröffnete Umfahrung Großhaslau. OTS, abgerufen am 16. Dezember 2010.
  6. Katastralgemeinden, Erstnennung und Namensdeutung. Stadtgemeinde Zwettl-NÖ, abgerufen am 10. August 2009. Vgl.  Elisabeth Schuster, Verein für Landeskunde von Niederösterreich (Hrsg.): Die Etymologie der niederösterreichischen Ortsnamen. Wien 1989, 1990, 1994.
  7. 1850, Gemeinden werden gebildet. Stadtgemeinde Zwettl-NÖ, abgerufen am 10. August 2009.
  8. Gemeindezusammenlegung. Stadtgemeinde Zwettl-NÖ, abgerufen am 10. August 2009.