Großpiesenham

f0f1

Großpiesenham (Dorf)
Ortschaft
Großpiesenham (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Ried im Innkreis (RI), Oberösterreich
Pol. Gemeinde Pramet  (KG Pramet)
Koordinaten 48° 8′ 7″ N, 13° 30′ 2″ O48.13519444444413.500472222222538Koordinaten: 48° 8′ 7″ N, 13° 30′ 2″ O
Höhe 538 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 134 (2001)
Postleitzahl A-4925f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 10615
Zählbezirk/Zählsprengel Pramet ( 41223 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Großpiesenham ist ein Dorf im Bezirk Ried im Innkreis (Oberösterreich). Es ist Ortschaft der Gemeinde Pramet.

In dem Dorf leben 134 Menschen (Stand: 15. Mai 2001). Es ist der Geburtsort von Franz Stelzhamer (1802-1874), dem bekanntesten Mundartdichter des süddeutschen Sprachraumes.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Ort liegt auf 540 m ü. A. am Windischhuber Bach (Oberlauf der Oberach, einem Zufluss der Antiesen), am Nordfuß des mittleren Hausruck.

Nachbarortschaften sind:

Pramet Gutensham Senzenberg (Gem. Pattigham)
Knirzing Nachbargemeinden Noxberg
Kleinpiesenham Windischhub

Geschichte

Im Hochmittelalter gehörte der Ort zu Passau, samt Kleinpiesenham. Der bairische -ham-Name ist in einem Urbar um 1260 erwähnt. [1]

Bevölkerung und Gebäudestand[1]
1260 1788 1811 1869 1951 1961 1971 1981 1991 2001
162 169 173 147 136 136 136 134
4 21 31 31 33 33 36 40 43

Wirtschaft

Das Gebiet um Pramet ist Teil eines alten Kohlereviers, das bis in die 1960er Jahre in Betrieb war. Bis in das 19. Jahrhundert war es durch kleine Bergbauunternehmer („Bauernbergbau“) gekennzeichnet.[2]

2001 waren im Ort – bei 42 Haushalten – acht land- und forstwirtschaftliche Betriebe registriert.[1]

Sehenswürdigkeiten

Das Stelzhamerhaus, das Geburtshaus Franz Stelzhamers, befindet sich in Großpiesenham. Es ist ein kleines Holzblockhaus, in dem das vollständig erhaltene Muadastüberl samt Originaleinrichtung besichtigt werden kann. Auch Wanderwege mit aufgestellten Tafeln, die Werke des Dichters präsentieren, wurden angelegt.

Das Tischlerbauernhäusl im Ortszentrum stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist samt vollständig erhaltenem Inventar zu besichtigen.

Etwa 100 Meter vom Ortszentrum entfernt befindet sich die sehenswerte Geigenbauerwerkstatt der Familie Schatzdorfer im gleichnamigen Haus, die 1997 zum 100. Geburtsjubiläum von Franz Stelzhamer renoviert wurde.

Einzelnachweise

  1. a b c  Kurt Klein (Bearb.), Vienna Institute of Demography (VID) d. Österreichische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Oberösterreich Teil 2, o.D. (aktual.), Großpiesenham, S. 2 (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; pdf).
    Spezielle Quellenangaben: 1260 Passauer Urbare aus dem 13. Jahrhundert –  Adam Maidhof: Die Passauer Urbare. In: Veröffentlichungen des Instituts für ostbairische Heimatforschung. Nr. 1/17/19, 1933 und 1939. 1788 Josephinisches Lagebuch 1786/90, Oberösterreichisches Landesarchiv 1811 Zählung der bayrischen Verwaltung des Salzachkreises Franz Xaver Weilmeyr: Topographisches Lexikon vom Salzach-Kreise. 1812. 1869  Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im österreichischen Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder. 1871 ff.. 1961 und später:  Österreichisches Statistischen Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis. (Ergebnisse der Volkszählungen).
  2.  Roman Groiss: Geologie und Kohlebergbau im Hausruck (Oberösterreichische Molasse). In: Geologische Bundesanstalt (Hrsg.): Arch. f. Lagerst.forsch. Geol. B.-A.. Band 11, Wien August 1989, ISSN 0253-097X, S. S. 167–178 (pdf, geologie.ac.at).