Großpriel

Großpriel ist eine der zehn Katastralgemeinden der Stadt Melk in Niederösterreich. Das Dorf hat auf einer Fläche von 2,16 km² nur elf Häuser mit 67 Einwohnern (2005). Es liegt abseits der Donau südlich der Westautobahn im hügeligen Waldgebiet.

Geschichte

Der Name Großpriel stammt von einheimischen Ritter Otto von Pru(o)lle und wurde das erste Mal im Jahre 1229 in einer Urkunde des Stift Melks erwähnt. Der Ort stand das gesamte Mittelalter über unter der Herrschaft Zelking. Durch die Abschaffung der grundherrlichen Obrigkeit nach der Revolution 1848 haben sich Orte zu Ortsgemeinden zusammengeschlossen. Die Gemeinde Großpriel erhielt dadurch am 17. März 1849 ein provisorisches Gemeindegesetz. 1864 war aber Großpriel bereits der Ortsgemeinde Schrattenbruck, das heute auch zu Melk gehört, angegliedert.

Im Jahr 1967 schloss sich die Ortsgemeinde Schrattenbruck freiwillig mit der Ortsgemeinde Spielberg zur Gemeinde Spielberg-Schrattenbruck zusammen. Zwei Jahre später, im Jahre 1970 wurde im Zuge der großen niederösterreichischen Gemeindereform die Gemeinde Spielberg mit der Gemeinde Melk zur heutigen Stadtgemeinde Melk zusammengelegt.

Im Jahr 2006 wurden römische Funde entdeckt. Diese führten zu Vermutungen, dass die bisher bekannte römische Siedlung Namare nicht - wie bislang angenommen - in Melk liegt, sondern dass die in Großpriel entdeckte Siedlung diesem römischen Ort entspricht.

48.20355388888915.293076111111Koordinaten: 48° 12′ N, 15° 18′ O