Großreifling

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Großreifling (Dorf)
Ortschaft
Großreifling (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Liezen (LI), Steiermark
Gerichtsbezirk Liezen
Pol. Gemeinde Landl  (KG Landl)
Koordinaten 47° 39′ 55″ N, 14° 42′ 41″ O47.66527777777814.711388888889449Koordinaten: 47° 39′ 55″ N, 14° 42′ 41″ O
Höhe 449 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 276 (2001)
Gebäudestand 105 (2001)
Postleitzahlenf0 A-8931 Großreiflingf1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 15796
Zählbezirk/Zählsprengel Landl (61221 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Großreifling ist ein Dorf im Gesäuse in der Steiermark, und Ortschaft der Gemeinde Landl im Bezirk Liezen.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Landschaft

Großreifling liegt an einer Schlinge der Enns am linken Ufer, nahe der Einmündung der Salza, am Fuß des Reiflingbergs (712 m ü. A.), im Nordosten, und Lehenbergs (871 m ü. A.), im Süden, mit der Steinwand (950 m ü. A.) an der anderen Ennsseite im Osten.

Hier treffen Ennstaler Alpen, Ybbstaler Alpen und Hochschwabgruppe zusammen, im Westen liegen der Zug des Sittlingerkogels (1110 m ü. A.) vor den Haller Mauern, in Südwesten die Buchsteingruppe (Großer Buchstein 2224 m ü. A., Tamischbachturm 2035 m ü. A.) der Gesäuseberge, im Südwesten die Kalte-Mauer-Gruppe (Kaltmauer 1929 m ü. A., Ausläufer des Hochschwabs), im Nordosten der Gamsstein (1929 m ü. A.) der Ybbstaler Voralpen.

Zum Ortschaftsgebiet gehört auch die Ortslagen Ramsauhof, Kupfer und Scheiblinghof und die Wedelalm, im Tal des Scheiblingbachs am Sittlingerkogel.

Nachbarortschaften
Krippau
Nachbargemeinden Gams bei Hieflau (Gem.)
Erb Kirchenlandl

Verkehr

Großreifling liegt direkt an der B115 Eisen Straße Steyr – Eisenerz – Traboch. Hier im Ort zweigen die L705 Erbstraße (über Erb nach St. Gallen, zur B 117), und an der Ennsbrücke nördlich des Dorfes die L714 Salzastraße (bei Palfau in die B25) ab. Großreifling ist auch Bahnhof der Ennstalbahn, die direkt zwischen Ort und Enns trassiert ist.

Kirche Hl. Nikolaus, Alter- und Neuer Kasten

Geschichte, Sehenswürdigkeiten und Natur

Der Ort entwickelte sich ab ca. 1500 aus einer Eisenhüttensiedlung.

In Großreifling befindet sich das erste Forstmuseum Österreichs, das Forstmuseum Silvanum, welches in einem ehemaligen Getreidespeicher (Alter Kasten, denkmalgeschützt), einem wuchtigen zweigebäudigem, mehrstöckigen, den Ort dominierenden Bauwerk, untergebracht ist. Weitere Sehenswürdigkeiten sind:

Der Ort liegt mitten im Landschaftschutzgebiet Ennstaler und Eisenerzer Alpen und Naturpark Eisenwurzen, der Nationalpark Gesäuse beginnt wenig südlich oberhalb von Kirchenlandl, das Naturschutzgebiet Wildalpener Salzatal wenig die Salza aufwärts. Für die Salza, einen der besten Wildwassersport-Flüsse Mitteleuropas, ist Großreifling Endpunkt der Touren durch die Schluchten des untersten Flussabschnitts.

Großreifling ist auch unter Geologen bekannt, hier befindet sich die Typlokalität (die Musterfundstelle) sowohl für die Reiflingformation, ein Schichtensytem der Kalkalpen der nördlichen Ostalpen, wie auch für das Anisium (lat. zu Enns), das erdgeschichtliche Zeitalter von vor 246–237 Millionen Jahren, eine Zeitstufe der Trias, in dem sich im Urmeer Tethys die kilometerdicken Kalkbänke abgelagert haben. Bekanntheit erlangte auch die zur Gutenstein-Formation gehörende Ammonitenfundstelle am Rahnbauernkogel.

Weblinks

Einzelnachweise