Gschnitzbach

Gschnitzbach
Der Gschnitzbach bei Trins

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DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Österreich, Tirol
Flusssystem Donau
Abfluss über Sill → Inn → Donau → Schwarzes Meer
Ursprung aus dem Lautersee in den Stubaier Alpen
46° 59′ 59″ N, 11° 15′ 30″ O46.99984511.2583972424
Quellhöhe 2424 m ü. A.[1]
Mündung in Steinach am Brenner in die Sill47.09393875465111.4673393964771035Koordinaten: 47° 5′ 38″ N, 11° 28′ 2″ O
47° 5′ 38″ N, 11° 28′ 2″ O47.09393875465111.4673393964771035
Mündungshöhe 1035 m ü. A.[1]
Höhenunterschied 1389 m
Länge 22,2 km[1]
Einzugsgebiet ca. 112 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss am Pegel Steinach am Brenner[2]
AEo: 111,4 km²
Lage: 240 m oberhalb der Mündung
NNQ (30.01.2000)
MNQ 1951-2009
MQ 1951-2009
Mq 1951-2009
MHQ 1951-2009
HHQ (28.06.1997)
610 l/s
1,11 m³/s
4,17 m³/s
37,4 l/s km²
31,6 m³/s
76,9 m³/s
Gemeinden Trins, Gschnitz, Steinach am Brenner
Der Gschnitzbach vor Steinach

Der Gschnitzbach vor Steinach

Der Gschnitzbach ist ein Bach in Tirol in Österreich. Er entspringt dem Lautersee unterhalb der Äußeren und Inneren Wetterspitze in den Stubaier Alpen und fließt anschließend in nordöstlicher Richtung durch das Gschnitztal, wobei er die Orte Gschnitz und Trins passiert. Nach rund 22 Kilometern mündet er bei Steinach am Brenner von links in die Sill.

Auf den ersten Kilometern verliert der Bach rasch an Höhe, er bildet mehrere Wasserfälle und durchfließt den Simmingsee. Bis zur Laponesalm nach rund 3 km Fließstrecke weist er ein Gefälle von 18,6 % auf. Ab dort verflacht das durchschnittliche Gefälle und beträgt nur noch 2,3 %, über den gesamten Verlauf 4,4 %.[3]

Das Einzugsgebiet des Gschnitzbaches beträgt rund 112 km², davon sind 2,1 km² (knapp 2 %)[3] vergletschert. Die höchste Erhebung im Einzugsgebiet ist der Habicht mit 3277 m. Der mittlere Abfluss (MQ) beträgt am Pegel Steinach, 240 m oberhalb der Mündung, 4,17 m³/s, das entspricht einer Abflussspende von 37,4 l/s·km². Das Abflussregime ist typisch für einen Gebirgsbach ohne Gletschereinfluss. Das Abflussmaximum im Juni beträgt mehr als das Siebenfache des Minimums im Februar.


Mittlere monatliche Abflüsse des Gschnitzbaches (in m³/s) am Pegel Steinach
Erhebungszeitraum 1951–2009, Quelle: [2]

Der Oberlauf ist naturbelassen, etwa ab dem Ortsgebiet von Gschnitz zeigt sich die menschliche Beeinflussung durch Uferverbauungen, Abwasserbelastung und regelmäßig gedüngte landwirtschaftliche Flächen.

Es handelt sich beim Gschnitzbach um einen sommerkalten Gebirgsbach mit Temperaturen stets unter 13 °C[3]. Die Gewässergüteklasse des Baches beträgt im gesamten Verlauf I bis II[4] und bietet einen guten Lebensraum für Fische.

Der Gschnitzbach wird sehr schnell zum reißenden Wildwassergewässer. Besonders der Unterlauf ist mit Stromschnellen gespickt.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c TIRIS – Tiroler Raumordnungs‐ und Informationssystem
  2. a b Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Hydrographisches Jahrbuch von Österreich 2009, Wien 2011, S. OG 101 (PDF)
  3. a b c Peter Pfister: Biotopeigenschaften und Lebensgemeinschaften in zwei naturnahen Gebirgsbächen Tirols (Gschnitzbach und obere Isar). In: Berichte des Naturwissenschaftlich-Medizinischen Vereins in Innsbruck, Band 81 (1994), S. 255-284 (PDF)
  4. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Saprobiologische Gewässergüte der Fließgewässer Österreichs. Stand 2005. (PDF)