Gudrun Pflüger

Gudrun Pflüger (* 18. August 1972 in Graz) ist eine Biologin und ehemalige Skilanglauf- sowie Berglauf- und Crosslauf-Sportlerin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Gudrun Pflüger engagiert sich für den Erhalt der Natur, in der Vergangenheit setzte sie sich besonders für den Schutz kanadischer Wölfe ein.

Der 2005 entstandene und mehrfach ausgezeichnete Film Auf der Spur der Küstenwölfe über die kanadischen Küstenwölfe dokumentiert ihre vierwöchige Suche nach den bis zu diesem Zeitpunkt nahezu unbekannten Tieren. In den Küstenregenwäldern British Columbias spürte sie die Wölfe auf.

Zum Ende ihrer Suche beweist Gudrun Pfüger, dass wilde Wölfe Menschen friedlich begegnen, wenn sie sich nicht bedroht fühlen. Gudrun Pflüger verbringt die Nacht auf einer großen Wiese in der Nähe eines zurückgelassenen jungen Wolfes. Das Rudel, das vermutlich noch nie Kontakt zu Menschen hatte, kehrt im Laufe der Nacht zurück und nähert sich neugierig dem fremden Wesen. Die Leitwölfin provoziert ein wenig durch scharren, aber bedroht Gudrun Pflüger nicht und fügt ihr keinen Schaden zu.

Dieses Erlebnis wird sie später als prägend ansehen. Wenige Wochen nach den Filmaufnahmen wird bei ihr ein Gehirntumor diagnostiziert. Gudrun Pflüger berichtet in dem Film auch über ihren Kampf gegen den Krebs. Ihr Zusammentreffen mit den Wölfen habe ihr Kraft gegeben, erzählt sie in dem Film und zitiert ein indianisches Sprichwort: „Ein Wolf zeigt sich dir nur, wenn er Dir etwas erzählen oder mitteilen will. Und ich denke, dass die Wölfe mir einfach ihre Kraft mitgeben wollten und ihre Ausdauer für meine neue Reise, die ich eben jetzt vor mir habe“ (Ab 41:14 im Film)

Nach drei Jahren hat Gudrun Pflüger den Krebs besiegt. Sie zieht für einige Jahre ins Ökodorf Nipika in der kanadischen Wildnis und führt dort Touristen durch die Natur.

2009 kehrt sie zurück nach Österreich, dort wird im gleichen Jahr ihr Sohn geboren. Ein weiterer Film mit ihr entsteht: Running with Wolves.

Zurzeit ist sie aktiv beteiligt am Projekt Alpenexpedition 2010–2012. Ziel ist die Information über eine mögliche Wiederansiedlung von Wolf, Luchs und Bär im Alpenraum. Gemeinsam mit dem Wildtiermanager Peter Sürth soll in verschiedenen Etappen der gesamte Alpenraum zu Fuß und mit dem Fahrrad durchquert werden. Der Kameramann Albert Ausosbsky wird die Expedition mit der Kamera dokumentieren.[1]

Sportliche Erfolge

  • Berglauf-Weltmeisterschaften Platz 1: 1992, 1994, 1995 und 1996 [2]
  • Berglauf-Weltmeisterschaften Platz 2 : 1993.[3]
  • Österreichische Meisterschaft Crosslauf Platz 1: 1994, 1996, 1997 und 1999 [4]

Einzelnachweise

  1. www.derwegderwoelfe.de
  2. Liste des österreichischen Leichtathletikverbandes
  3. Liste des österreichischen Leichtathletikverbandes
  4. Liste des österreichischen Leichtathletikverbandes

Weblinks