Guido Zingerle

Guido Zingerle (* 1902 in Tschars; † 9. August 1962 in Turi) war ein als „Ungeheuer von Tirol“ titulierter Sexualmörder, der in den 1950er Jahren zwei Frauen getötet und weitere drei Frauen vergewaltigt hat. Bei seinen Morden nutzte Zingerle zuvor von ihm in den Tiroler Bergen gebaute und ausgestattete Höhlen, in die er seine Opfer verschleppte und vergewaltigte. Die Tötung vollzog Zingerle, indem er seine Opfer unter einem Haufen von Steinen begrub, um sie darunter in tagelangem Todeskampf verenden zu lassen, wobei er dies beobachtete. Weitere Morde Zingerles können nicht ausgeschlossen werden. Zingerle wohnte nach dem Zweiten Weltkrieg in Innsbruck.

Im August 1950 wurde Zingerle nach fünfwöchiger Verfolgung der Polizei aus Nord- und Südtirol in einer Almhütte bei Vals (Mühlbach) gestellt. Nach Prozessen in Bozen und Innsbruck wurde er zu mehrfach lebenslänglicher Haft verurteilt.

Eine noch heute erhaltene Höhle Zingerles befindet sich in der Nähe des Patscherkofels.

Am 9. August 1962 starb Zingerle an Leberkrebs im Gefängnis von Turi in der Provinz Bari.

Literatur

  • Heinrich Schwazer: Der Zingerle: Geschichte eines Frauenmörders. Raetia, Bozen 2002, ISBN 88-7283-181-4.
  • Artur Oberhofer: Die großen Kriminalfälle: Der Frauenmörder Zingerle - Die Geschichte des Ungeheuer von Tirol edition arob, ISBN 978-88-88396-12-5