Gustav Hermann von Alvensleben

Gustav Hermann von Alvensleben
Gustav Hermann von Alvensleben auf Brin d´Amour, Gemälde von Franz Krüger

Gustav Hermann von Alvensleben (* 17. Januar 1827 in Rathenow; † 1. Februar 1905 in Möckmühl) war preußischer General der Kavallerie und Ritter des Orden vom Schwarzen Adler.

Leben

Gustav Hermann von Alvensleben entstammte der niederdeutschen Adelsfamilie von Alvensleben. Als zweiter Sohn des Generals der Kavallerie Gebhard Karl Ludolf von Alvensleben und der Eugenia von Oppell in Rathenow geboren, kam er mit elf Jahren in die Kadettenanstalten Potsdam und Berlin, war bereits mit 17 Jahren Sekondeleutnant und machte eine schnelle militärische Karriere. Schon in jungen Jahren war er ein bekannter und erfolgreicher Rennreiter. Am 24. Juni 1862 siegte er als Rittmeister auf dem Wallach Cocktail beim ersten preußischen Armeejagdrennen um den Ehrenpreis des Königs auf der neuen Hindernisbahn in Karlshorst. Franz Krüger malte ihn um 1855 auf seinem Pferd Brin d’Amour.

In den Einigungskriegen 1864, 1866 und 1870/71 bewährte er sich als Reiterführer und erhielt dafür hohe Auszeichnungen, u. a. 1871 die höchste Kriegsauszeichnung, den Orden pour le merite. 1874 wurde er Generalmajor, 1880 Generalleutnant und Divisionskommandeur, 1886 General der Kavallerie und Kommandierender General des XIII. (württembergischen) Armee-Corps. 1890 nahm er seinen Abschied und erhielt als Anerkennung für seine Dienste in Krieg und Frieden den Schwarzen Adlerorden, die höchste preußische Auszeichnung.

Alvensleben war Miteigentümer von Gut Woltersdorf bei Magdeburg, das allerdings wegen Schulden, die noch aus den Freiheitskriegen stammten, 1881 verkauft werden musste. Sein Bruder war der Oberforstmeister Gebhard Nikolaus von Alvensleben.

1887 heiratete er die erst achtzehnjährige Gabriele Freiin von Berlichingen aus Jagsthausen. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor: Achaz von A. (1888-1976) und Oda (1889-1924), die den Schweizer Rechtsanwalt Dr. jur. Paul Arni heiratete. 1902 erwarb Alvensleben die als „Götzenburg“ bekannte Burg Möckmühl (Württemberg) unweit Jagsthausen, baute sie wieder auf, nahm dort seinen Wohnsitz und starb dort am 1. Februar 1905.

Literatur

  • Hellmut Kretzschmar: Geschichtliche Nachrichten von dem Geschlechte von Alvensleben seit 1800. Burg/Magdeburg 1930. S. 26-29.
  • Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum, Hamburg 1936-1945, Bd. 10, Nr. 2777.

Weblinks