Gustav Wegerer

Gustav Wegerer (* 2. August 1897 in Wien; † im 20. Jahrhundert) war ein österreichischer Kommunist und Chemieingenieur, ehemaliger politischer Häftling im KZ Buchenwald und nach der Befreiung vom NS-Regime Mitarbeiter des Informationsbüros der Gedenkstätte Buchenwald.

Leben und Wirken

Wegerer erlangte nach der Volksschule auf einer Ingenieurschule sein Patent als Chemieingenieur. Er trat frühzeitig der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) bei und wurde Mitglied ihres Zentralkomitees. Für längere Zeit leistete er für die Sowjetunion solidarische Hilfe beim Aufbau ihrer Wirtschaft. Von 1938 bis 1945 wurde er als politischer Häftling im KZ Buchenwald interniert, wo er als Kapo in der Pathologie eingesetzt wurde. In dieser Abteilung musste Wegerer für die Frau des Lagerkommandanten, Ilse Koch, die tätowierte Haut ermordeter Häftlinge präparieren.[1] Nach der illegalen Thälmann-Feier im August 1944 wurde er in Gestapo-Haft überstellt.

Nach der Befreiung von der NS-Herrschaft 1945 war Wegerer Mitarbeiter im Informationsbüro der Gedenkstätte.[2]

Einzelnachweise

  1. Lady mit Lampenschirm, Der Spiegel, 16. Februar 1950 (online)
  2. Heinz Koch / Udo Wohlfeld: Das deutsche Buchenwaldkomitee. Die Periode von 1945 bis 1958, Weimar 2010, S. 183, ISBN 3-935275-14-5