Gutenberg an der Raabklamm

Gutenberg an der Raabklamm
Wappen von Gutenberg an der Raabklamm
Gutenberg an der Raabklamm (Österreich)
Gutenberg an der Raabklamm
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Weiz
Kfz-Kennzeichen: WZ
Hauptort: Garrach
Fläche: 14,62 km²
Koordinaten: 47° 13′ N, 15° 34′ O47.20888888888915.563055555556569Koordinaten: 47° 12′ 32″ N, 15° 33′ 47″ O
Höhe: 569 m ü. A.
Einwohner: 1.256 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 85,91 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8160
Vorwahl: 03172
Gemeindekennziffer: 6 17 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kleinsemmering 96
8160 Gutenberg an der Raabklamm
Website: http://www.gutenberg-raabklamm.gv.at
Politik
Bürgermeister: Thomas Wild (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
9
6
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Gutenberg an der Raabklamm im Bezirk Weiz
Albersdorf-Prebuch Anger Arzberg Baierdorf bei Anger Birkfeld Etzersdorf-Rollsdorf Feistritz bei Anger Fischbach (Steiermark) Fladnitz an der Teichalm Floing Gasen Gersdorf an der Feistritz Gleisdorf Gschaid bei Birkfeld Gutenberg an der Raabklamm Markt Hartmannsdorf Haslau bei Birkfeld Hirnsdorf Hofstätten an der Raab Hohenau an der Raab Ilztal Koglhof Krottendorf Kulm bei Weiz Labuch Laßnitzthal Ludersdorf-Wilfersdorf Miesenbach bei Birkfeld Mitterdorf an der Raab Mortantsch Naas Naintsch Neudorf bei Passail Nitscha Oberrettenbach Passail Pischelsdorf in der Steiermark Preßguts Puch bei Weiz Ratten Reichendorf Rettenegg St. Kathrein am Hauenstein Sankt Kathrein am Offenegg St. Margarethen an der Raab Sankt Ruprecht an der Raab Sinabelkirchen Stenzengreith Strallegg Thannhausen Ungerdorf Unterfladnitz Waisenegg Weiz SteiermarkLage der Gemeinde Gutenberg an der Raabklamm im Bezirk Weiz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Gutenberg an der Raabklamm ist eine Gemeinde mit 1256 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) in der Steiermark.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Gutenberg an der Raabklamm liegt im Bezirk Weiz im österreichischen Bundesland Steiermark. Im Jahr 1952 entstand die Gemeinde durch Zusammenlegung der Katastralgemeinden Garrach und Kleinsemmering.

Geologie

Das Gemeindegebiet von Gutenberg ist zwei tektonischen Deckenstellungen angehörig. Zum einen dem Oberostalpinen Deckenstockwerk im Norden und zum anderen der Mittelostalpinen Decke im Süden. Der nördliche Teil oberhalb der Deckengrenze ist dem Grazer Paläozoikum zuzuordnen und besteht aus dem Schöcklkalk, der im Devon gebildet wurde. Der mittlere und zugleich größte Bereich der Gemeinde direkt unter der Deckengrenze ist dem polymetamorphen Grundgebirge zugehörig. Dort kommt neben phyllitischem Glimmerschiefer in geringerem Ausmaß auch Plagioklasgneis, die aus der Zeit Perm – Trias stammen, vor. Auffallend ist ein kleiner Bereich im Süden Gutenbergs, der aus im Perm entstandenem Pegmatit besteht. Der Süden der Ortschaft ist durch die Gleisdorfer Schichten aus dem Sarmat und den Congerienschichten, die im Pannon gebildet wurden, geprägt. Durch den tonigen Aufbau dieser jungtertiären Beckenfüllung, der einzelne Kohleflöze einschließt, spricht man von der „Unteren kohleführenden Serie von Weiz“ (Gleisdorfer Schichten) und der „Oberen kohleführenden Serie von Weiz“ (Congerienschichten). Einen kleinen Bereich im südlichsten Teil Gutenbergs nimmt ein Talboden mit jüngsten Flussablagerungen ein, der dem Holozän zugehörig ist. Die Raabklamm liegt bis hin zur Staumauer in der Zone des Schöckelkalks und tritt dann in einen geologisch kristallinen Bereich ein, der anfangs aus phyllitischem Glimmerschiefer, schließlich aber aus Plagioklasgneis besteht.

Geologie von Gutenberg

Formenwelt

Die Zuordnung der Großlandschaftstypen entspricht in groben Zügen der geologischen Einteilung. Im Norden Gutenbergs, etwa bis auf Höhe des Dorfes Garrach, spricht man von Bergland. Der mittlere Teil ist dem Hügel- bzw. Riedelland angehörig, welches Richtung Südwesten im Bereich des Kleinsemmeringbaches in eine Talebene übergeht. Die Reliefenergie beträgt 690 m und ergibt sich aus der Differenz von der Sulzenwiese (1125 m) und der Stoffenmühle (435 m). Dieser Wert ist bei einer maximalen Ausdehnung des Gemeindegebietes von etwa 7,2 km, die sich von Nordwest nach Südost erstreckt, sehr beachtlich. Als besondere Erscheinung gilt der Taleinschnitt der Raab (Raabklamm) im Osten der Gemeinde. Eine zweite Besonderheit ist die Lage des Schlosses Gutenberg, das auf einem schmalen, nach drei Seiten steil abfallenden Felsrücken etwa 100 Höhenmeter über der Raab liegt. Darüber hinaus ist noch die durch starke Verkarstung hervorgerufene Dolinen- und Karrenbildung im Bereich der Burgstallerhöhe und südlich des Schachnerkogels zu erwähnen. Bemerkenswert ist auch die Anwesenheit zahlreicher kleinerer und einiger größerer Höhlen am Schachnerkogel.

Klima

Vergleichbare Klimaelemente für Gutenberg aus dem Raum Weiz (Beobachtungszeitraum von 1961 – 1990):

Niederschlag
mittlere Jahressumme 829 mm
Temperatur
Jännermittel -2,1 °C
Julimittel 18,5 °C
Jahresmittel 8,7 °C

Gewässer

Die ausgeprägtesten Gewässer im Gemeindegebiet sind zum einen die Raab, die über eine Länge von circa 8,5 km die Grenze zu den Nachbargemeinden im Osten bildet, und zum anderen der insgesamt fast 10 km lange Kleinsemmeringbach im Westen, der Gemeindegrenze und Bezirksgrenze bildet. Die biologische Gewässergüte der Raab wird in diesem Bereich als „gering belastet“ eingestuft, dies entspricht der Güteklasse I – II. Weniger bedeutsame Fließgewässer sind der Schwarzgrabenbach (circa 2 km), der Waschbach (circa 1,2 km), der Rosenbach (circa 3,5 km) und der Hartschmiedbach (circa 2,3 km). All diese Bäche münden in die Raab. Als stehende Gewässer sind noch die Stockwiesenteiche bei Auen zu erwähnen, die mit einer Gesamtwasserfläche von etwa 1 ha dem Fischereibetrieb dienen. Insgesamt beträgt der Gewässeranteil 9,81 ha, das sind 0,7 % der Gemeindefläche.

Böden

Die Abgrenzung der verschiedenen Bodentypen ähnelt der großlandschaftlichen Gliederung. Im Norden (Garrach) ist das Vorkommen von Braunerde und Silikatgestein dominierend. Außerdem, jedoch nicht so ausgeprägt vorhanden, findet man in diesem Bereich auch Reliktpseudogley vor. Diese Bodentypen gewährleisten einen starken Waldwuchs in Garrach. Anders ist dies im Süden (Kleinsemmering), wo der Boden einem veredelten Niedermoor entspricht.

Vegetation und Nutzung

Besonders auffällig ist der beachtliche Waldanteil von etwa 855 ha (etwa 59 %), wovon sich 755 ha in Garrach befinden. Die natürliche Vegetation, im Norden die montanen Buchen–Tannenwälder der Randalpen und im Süden submontane Eichen–Buchenwälder, entsprechen zum Großteil der aktuell vorherrschenden Vegetation. Bei den Nadelhölzern kommen hier neben Tanne, Föhre und Lärche jedoch hauptsächlich die Fichte vor. Der Laubwald ist vorwiegend durch die Buche geprägt, aber auch Eiche, Ahorn, Linde und Erle sind Bestandteile der aktuellen Vegetation. Fast 498 ha, das sind 34,3 % der Gesamtfläche, sind als landwirtschaftliche Nutzfläche gewidmet, wobei 112 ha davon als Ackerland dienen. Dieses Ackerland wird etwa zu 50 % zum Anbau von Körnermais genutzt, die restliche Fläche wird etwa zu gleichen Teilen mit Weizen, Roggen und Gerste bewirtschaftet. Zudem werden 32 ha (2,2 %) als Verkehrsfläche, rund 14 ha (1,0 %) als Baufläche und 42,5 ha (2,9 %) als Gartenfläche genutzt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Politik

Bürgermeister ist Thomas Wild (ÖVP). Der Gemeinderat setzt sich nach den Wahlen von 2010 wie folgt zusammen: 9 ÖVP, 6 SPÖ

Wappen

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. August 1984.
Wappenbeschreibung: In Hermelin eine schwarze Wurfbarte.[1]

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Literatur

Allgemein:

Gemeinde Gutenberg an der Raabklamm (Herausgeber), 2002: Gemeinde Gutenberg an der Raabklamm. – Eigenverlag, Gutenberg, 192 S.

Geologie:

Geologische Bundesanstalt, 1984: Geologische Karte der Steiermark. – Wien, M 1:200.000
FLÜGEL, NEUBAUER, 1984: Geologie der österreichischen Bundesländer in kurzgefassten Einzeldarstellungen. - Geologische Bundesanstalt, Wien

Klima:

Hydrographisches Zentralbüro im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, 1994: Die Niederschläge, Schneeverhältnisse und Lufttemperaturen in Österreich im Zeitraum 1981 – 1990. - Beiträge zur Hydrographie Österreichs, Heft Nr. 52, 529 S.

Böden:

Österreichische Akademie der Wissenschaften, 1979: Atlas der Republik Österreich. - 6. Lieferung, Böden- und Standortbeurteilung (IV/4)

Vegetation und Nutzung:

Österreichische Akademie der Wissenschaften, 1971: Atlas der Republik Österreich. - 5. Lieferung, Natürliche Vegetation (IV/3)
Österreichisches Statistisches Zentralamt, 1996: Ein Blick auf die Gemeinde. - 61715 Gutenberg an der Raabklamm

Einzelnachweise

  1. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 35/36, 1985/86, S. 46

Weblinks

 Commons: Gutenberg an der Raabklamm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien