Hötting

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Hötting (StadtteilOrtschaft)
Katastralgemeinde Hötting
Stadtteil Innsbrucks
Hötting (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Innsbruck-Stadt (I), Tirol
Gerichtsbezirk Innsbruck (Stadt)
Pol. Gemeinde Innsbruck
Koordinaten 47° 16′ N, 11° 23′ O47.27166666666711.386666666667607Koordinaten: 47° 16′ N, 11° 23′ O
Höhe 607 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 28.591 (2001)
Gebäudestand 3682 (2001)
Fläche d. KG 44,7251 km²
Postleitzahl A-6020 Innsbruck
Vorwahl +43/0512 (Innsbruck)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 16401
Katastralgemeindenummer 81111
Stadtteil Innsbrucks 3 Hötting
Ehemalige Gemeinde (1938); KG/Ortsch. umfasst die stat. Stadtteile: Hötting (9), Höttinger Au (10), Hötting West (11)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; Stadt Innsbruck[1]

Hötting ist ein Stadtteil von Innsbruck. Die ehemalige Gemeinde wurde 1938 nach Innsbruck eingemeindet.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Hötting ist der nördlich des Inns gelegener Stadtteil (Katastralgemeinde und Ortschaft) von Innsbruck, nördwestliche der Innenstadt und am Fuß der Nordkette. Zu Hötting gehören: Allerheiligen, die Höttinger Au, Hötting West, Kranebitten, Sadrach und ein Teil der Hungerburg, sowie weite Teile der Nordkette und Gebiete im Gleirschtal, einem Seitental der Isar bei Scharnitz.

Nachbarortschaften/-katastralgemeinden:

Scharnitz (Gem.)
Zirl Nachbargemeinden Arzl

Mühlau

Völs (Gem.)
Wilten Innsbruck
(1) Kematen grenzt knapp nicht direkt an Innsbruck

Dorf Hötting

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Hötting-Mitte (Statistischer Bezirk)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Innsbruck-Stadt (I), Tirol
Gerichtsbezirk Innsbruck (Stadt)
Pol. Gemeinde Innsbruck  (KG Hötting)
Ortschaft Hötting
Statistischer Stadtteil Hötting
Koordinaten 47° 16′ 18″ N, 11° 23′ 12″ O47.27166666666711.386666666667607
Höhe 607 m ü. A.
Einwohner d. stat. Erh. 5803 (2001)
Gebäudestand 963 (2001)
Postleitzahl A-6020 Innsbruck
Vorwahl +43/0512 (Innsbruck)
Statistische Kennzeichnung
Zählbezirk/Zählsprengel Hötting-Mitte (70101 30[0-6])
Bild
Hötting von Nordwesten (mit Mariahilf und St. Nikolaus)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; Stadt Innsbruck[1]
Ortskern Hötting um die Alte Kirche

Der alte Höttinger Ortskern (607 m ü. A.), heute statistischer Stadtteil Hötting (statistischer Bezirk Hötting-Mitte),[1] konnte seinen dörflichen Charakter bis heute bewahren, jedoch wurden ab den 1960er Jahren neue Wohngebiete westlich davon erschlossen. Die urkundlich erstmals 1286 erwähnte alte Höttinger Kirche wurde im spätgotischen Stil erbaut und später barockisiert. Im Stil des Historismus wurde 1911 die neue Höttinger Kirche errichtet. Oberhalb von Hötting befindet sich in einem Waldgebiet die Wallfahrtskirche Höttinger Bild.

Nachbar-Stadtteile von Hötting(-Mitte):

Hungerburg (Hötting) Mühlau (Mühlau)
Hötting West (Hötting) Nachbargemeinden Saggen (Innsbruck)
Höttinger Au (Hötting) Mariahilf–St. Nikolaus (Innsbruck)

Weitere Teile und Ortslagen

Die Höttinger Au bezeichnet das Gebiet zwischen dem Fuß der Nordkette und dem Inn. Erzherzog Ferdinand II. ließ dort einen Tiergarten errichten, in dem die höfische Gesellschaft ungestört ihrer Jagdleidenschaft nachgehen konnte. 1947 übersiedelte der Flughafen Innsbruck von der Reichenau in die Au. Weitere Stadtteile, die wie die Höttinger Au in den letzten Jahrzehnten zu Wohngebieten ausgebaut wurden, sind am Hang der Nordkette Sadrach und Hötting West, das sind Allerheiligen mit Peerhof- und Hörtnaglsiedlung, und die Lohbachsiedlung mit den Gebäuden der technischen Fakultäten der Universität Innsbruck. Kranebitten ist ein dörflicher Stadtteil im äußersten Westen mit einem Campingplatz.

Zum Ortschaftsgebiet gehören auch ein Teil des Alpenzoos Innsbruck und die Einzellagen Schlotthof und Schoberwaldhütte. Das Katastralgebiet zieht sich über den Höttinger Graben hinauf bis zum Nordkettenkamm von der Seegrubenspitze (2435 m ü. A.), Frau Hitt (2270 m), Vordere und Hintere Brandjochspitze 2559 bzw. 2599 m), Hohe Warte (2597 m) bis zum Kleinen Solstein (2637 m), dort liegen die Berg- und Gasthäuser Rauschbrunnen, Station Seegrube der Nordkettenbahn, und die Schutzhütten Höttinger Alm und Bergbrüderhütte (Jagdhaus).

Hinter der Nordkette zieht sich das Gebiet als Streifen quer übers obere Gleirschtal, das Samertal (Kleinkristental – Gleirscher Riegelkar), wo dann die Möslalm noch dazugehört, bis an den Hohen Gleirsch (2492 m ü. A., Gleirsch-Halltal-Kette).

Die Gesamtausdehnung der Katastralgemeinde beträgt zwölf Kilometer von Norden nach Süden, mit knapp 45 km², was knapp die Hälfte der Gesamtfläche Innsbrucks ist.

Verkehr

Durch Hötting führen die Tiroler Straße B 171 nach Zirl und die Mittenwaldbahn mit den Bahnhöfen und Haltestellen Innsbruck-Hötting, Allerheiligenhöfe und Kranebitten.

Geschichte

Der Stadtteil weist neben Wilten die ältesten Besiedlungsspuren auf. Archäologische Funde aus dem Jungneolithikum, der Bronzezeit, der Eisenzeit sowie der römischen Kaiserzeit und des Frühmittelalters weisen auf die Bedeutung des günstig gelegenen Siedlungsraumes hin. Im Bereich der Höttinger Gasse sind Urnengräber aus der jüngeren Bronzezeit gefunden worden.
Die Endung -ing weist auf eine spätere Namensgebung durch die Bajuwaren hin. 1128 scheint erstmals ein Rittergeschlecht namens Hetiningen auf.

Im Jahre 1932 erlangte der Ort kurzzeitig Aufsehen auf Bundesebene durch die blutigen Ereignisse der Höttinger Saalschlacht.

Bis zur Eingemeindung 1938 war Hötting mit etwa 8000 Einwohnern eine der größten Gemeinden bzw. das größte Dorf Österreichs und umfasste Teile der Nordkette mit der Frau Hitt. Daher erweiterte sich das Innsbrucker Stadtgebiet durch die Eingemeindung wesentlich.

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Literatur

  • Hans Katschthaler: Burg und Kirche von Hötting seit ältester Zeit, Innsbruck 1969.
  • Hans Katschthaler: Beiträge zur Geschichte von Hötting, Innsbruck 1974.
  • Klaus Lugger, Claudia Wedekind: Wohnbau sozial: Innsbruck von 1900 bis heute. Verlag Haymon, 1993, ISBN 978-385218135-6 (385-218135-6).

Weblinks

 Commons: Hötting – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c Siehe Räumliches Bezugssystem, Referat Statistik und Berichtswesen, innsbruck.gv.at → Amt|Verwaltung → Statistiken|Zahlen; insbesondere die dort gegebenen Dokumente Räumliches Bezugssystem und Plandarstellung der Katastralgemeinden, der statistischen Stadtteile und der statistischen Bezirke