Hale Şahin

Hale Şahin (* 1978 in Bad Ischl), verheiratete Hale Usak, ist eine österreichische Psychologin.

Şahin, die Tochter von türkischen Einwanderern studierte Psychologie an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Heute ist sie u. A. für den Verein Heilpädagogische Familien als Betreuerin von Kindern und Familien türkischer Abstammung in Konflikt- und Notsituationen tätig.

Şahins Buch Unter unserem Seelenteppich (2006) deckt mittels der Ethnopsychoanalyse Lebensgeschichten türkischer Emigrantinnen der ersten Generation auf, einem "vernachlässigten Aspekt der Gastarbeiterforschung" (asyl aktuell) und zeigt dabei ganz im Gegensatz zur weitverbreiteten Meinung Lebensporträts selbstständiger, bisweilen sogar emanzipierter Frauen, die der Herausforderung der Einwanderung auf unterschiedliche Weisen begegnet sind.

Bereits in ihrer Diplomarbeit zum Thema Die Fremde wird die Heimat. Zur Psychologie der Migration (2004) hatte sich Şahin "mit der Migrationsgeschichte von Frauen, die in den 1970er-Jahren als Pionierinnen der "Gastarbeit" nach Österreich kamen" beschäftigt. Diese wurde 2006 von der Arbeiterkammer Oberösterreich, die jährlich wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit den Arbeits- und Lebensbedingungen von Arbeitnehmern bzw. der Geschichte der Arbeiterbewegung auseinandersetzen prämiert, ausgezeichnet. Laut der Arbeiterkammer verdeutliche die Arbeit mit viel Mut und Kraft, "wie diese Frauen ihr Leben unter meist schwierigen Rahmenbedingungen gestaltet haben".

Auszeichnung

  • AK Wissenschaftspreis 2006

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