Haltestelle Wien Oberdöbling

Haltestelle Wien Oberdöbling
Haltestelle Wien Oberdöbling
Haltestelle Wien Oberdöbling
Daten
Betriebsart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung Ht H1
Eröffnung 1898
Architektonische Daten
Architekt Alois Machatschek und Wilfried Schermann
Lage
Stadt Wien
Bundesland Wien
Staat Österreich
Koordinaten 48° 14′ 39,8″ N, 16° 20′ 39,4″ O48.244416.344272222222Koordinaten: 48° 14′ 39,8″ N, 16° 20′ 39,4″ O
Eisenbahnstrecken
Liste der Bahnhöfe in Österreich

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Die Haltestelle Wien Oberdöbling ist eine vom Architekten Otto Wagner entworfene S-Bahn-Station der Wiener Vorortelinie im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling. Sie befindet sich in Tieflage unter der Billrothstraße und verfügt über zwei Seitenbahnsteige. Es besteht die Möglichkeit, zur Straßenbahnlinie 38 und zur Buslinie 39A umzusteigen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Haltestelle Wien Oberdöbling, 1984
Bahnsteige der Haltestelle

Im Zuge der Planung der Vorortelinie entwarf Otto Wagner auch die Haltestelle Oberdöbling. Die Handzeichnungen sind verloren gegangen, die Pläne sind erhalten. Sie befinden sich als Kopien im Verkehrsarchiv des Wiener Stadtarchivs. In größerem Maßstab waren die Pläne ursprünglich im Archiv der Verkehrsbetriebe der Wiener Stadtwerke untergebracht. Diese wurden 1984 in die kartografische Sammlung des Wiener Stadtarchivs übernommen. Die Pläne für Oberdöbling sind mit Juli 1894 datiert. Die erste Besichtigungsfahrt konnte 1897 durchgeführt werden.[1] 1898 wurde die Haltestelle für den Personen- und Güterverkehr freigegeben.

1932 wurde der Personenverkehr auf der gesamten Strecke eingestellt und somit verlor auch die Haltestelle Oberdöbling ihren ursprünglichen Verwendungszweck und verfiel in den folgenden Jahrzehnten zusehends.[2]Am 30. April 1979 beschlossen Bund und Land Wien den Umbau der Vorortelinie zur S-Bahn.[3] Da die Anlage stark beeinträchtigt war, wurde diese abgetragen und im historisierenden Stil wieder aufgebaut und ging am 31. Mai 1987 als Station der S45 in Betrieb.

Der Teilbereich Oberdöbling steht, ebenso wie große Teile der Vororteline, unter Denkmalschutz.[4]

Linien im Verkehrsverbund Ost-Region

Literatur

  • Geschichte der Eisenbahnen der Oesterrungarischen Monarchie, Band 1, Teil 2, Verlag K. Prochaske, 1898
  • Ernst Kronau: Rastlos zieht die Flucht der Jahre ...,Verlag Böhlau 1997, ISBN 978-3-20598-624-9
  • Josef Rabl: 600 [i.e. sechshundert] Wiener Ausflüge: von 3 Stunden bis 2 Tagen; eine Auswahl der lohnendsten Ausflüge welche von Wien mit Benutzung der verschiedenen Verkehrsmittel ausgeführt werden können, Ausgabe 4, Verlag A. Hartleben, 1904
  • Günther Kolb: Otto Wagner und die Wiener Stadtbahn, Band 1, Band 29 von Beiträge zur Kunstwissenschaft, Verlag Scaneg, 1989, ISBN 978-3-89235-029-3

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Haltestelle Wien Oberdöbling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Otto Antonia Graf, Otto Wagner (Pläne): Otto Wagner: Das Werk des Architekten. Ausgabe 2, Verlag Böhlau Verlag Wien, 1994, ISBN 978-3-20598-224-1, Seite 134, Plan der Station Oberdöbling auf Seite 229
  2. Dieter Klein, Martin Kupf, Robert Schediwy:Stadtbildverluste Wien: Ein Rückblick auf fünf Jahrzehnte,Verlag LIT Verlag Münster, 2004, ISBN 978-3-82587-754-5,Seite 90
  3. Regierung gibt 26 Milliarden. Neue U-Bahnen und Vorortelinie als S-Bahn durch Wien. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 1. Mai 1979, S. 3.
  4. Wien – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. Bundesdenkmalamt Österreich, S. 104, abgerufen am 18. März 2011 (PDF).
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