Hammerspitze (Allgäuer Alpen)

Hammerspitze (Allgäuer Alpen)
Hammerspitze und Hochgehrenspitze

Hammerspitze und Hochgehrenspitze

Höhe 2260 m
Lage Grenze Bayern, Deutschland / Vorarlberg, Österreich
Gebirge Südöstliche Walsertaler Berge, Allgäuer Alpen
Dominanz 0,9 km → Dritter Schafalpenkopf
Schartenhöhe 225 m ↓ Fiderepass
Geographische Lage 47° 19′ 16″ N, 10° 12′ 25″ O47.32110.20692260Koordinaten: 47° 19′ 16″ N, 10° 12′ 25″ O
Hammerspitze (Allgäuer Alpen) (Bayern)
Hammerspitze (Allgäuer Alpen)
Gestein Hauptdolomit
Erstbesteigung durch Einheimische

Die Hammerspitze (im österreichischen Sprachgebrauch auch Schüsser) ist ein 2.260 Meter[1] (nach österreichischer Vermessung: 2259 m[2]) hoher Berg in den Allgäuer Alpen.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Umgebung

Er liegt nordwestlich vom Fiderepass (2035 m) und der Fiderepasshütte (2067 m) und südöstlich des Schüssers (2170 m). Im Verbindungsgrat zu letzterem erhebt sich der Gipfel der Hochgehrenspitze (auch Nordwestliche Hammerspitze, 2251 m).

Namensgebung

Bedingt durch die verschiedenen Dialekte im Kleinwalsertal im Nordosten und der Oberstdorfer Seite im Osten, stellt sich die Namenssituation von Hammerspitze und Schüsser kompliziert dar.

In den offiziellen deutschen und österreichischen Kartenwerken, werden die beiden Berge jeweils umgekehrt benannt. In der Bayerischen Landeskarte lautet die Kombination Hammerspitze (2260 m) und Schüsser (2170 m)[1], in der Österreichischen Karte folglich: Schüsser (2259 m) und Hammerspitze (2170 m)[2].

In der Revidierten Grenzbeschreibung des Jahres 1844 heißt es: „gegen den Schisser ... über den Schisser, welcher auf der Vorarlberger Seite Hammerspitz genannt wird[3] Während die Bezeichnung „Hammer“ ein Ausdruck des Walserdeutschen ist und als Bedeutung „Fels“ hat, ist der Wortstamm Schißer dem Allgäuerischen entstammend. Er bedeutet „der Steine herabwerfende“ und ist beispielsweise im Schißer Kar im Warmatsgund auf der deutschen Seite verwendet. Allerdings wird „Schisser“ in der Grenzbeschreibung für den ganzen Bergkamm zwischen Kanzelwand und Fiderepass verwendet.[3] Thaddäus Steiner vermutet, dass vielleicht auf österreichischer Seite früher zwischen Hammerkopf, also dem Schüsser und den Hammerspitzen unterschieden wurde.[4]

Anstiege

Auf die Hammerspitze führt kein angelegter Steig. Man kann sie mit Trittsicherheit über den Grat vom Schüsser erreichen. Dabei müssen Kletterschwierigkeiten im II. Grad beherrscht werden. Bei der Orientierung helfen spärliche Markierungen. Beim Aufstieg von der Fiderepasshütte beträgt die Schwierigkeit den III. Grad.[5]

Literatur

  • Thaddäus Steiner: Die Flurnamen der Gemeinde Oberstdorf im Allgäu, München, Selbstverlag des Verbandes für Flurnamenforschung in Bayern, 1972

Weblinks

 Commons: Hammerspitze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Bayerische Vermessungsverwaltung: BayernViewer 2.0. Abgerufen am 10. Januar 2011.
  2. a b Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Österreich: Austrian Map online (Österreichische Karte 1:50.000). Abgerufen am 16. April 2012.
  3. a b Thaddäus Steiner: Allgäuer Bergnamen. 2. Auflage. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2008, ISBN 978-3-8987-0389-5 (S. 77f).
  4. Thaddäus Steiner: Allgäuer Bergnamen. 2. Auflage. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2008, ISBN 978-3-8987-0389-5 (S. 189).
  5. Dieter Seibert: Alpenvereinsführer alpin Allgäuer Alpen und Ammergauer Alpen. 17. Auflage. Bergverlag Rother, München 2008, ISBN 978-3-7633-1126-2 (S. 184).