Hans-Joachim Müller

Dieser Artikel beschreibt den Literaturwissenschaftler Hans-Joachim Müller. Für den Zoologen siehe Hans Joachim Müller, für den Brigadegeneral a.D. siehe Hans-Joachim Müller (Offizier).

Hans-Joachim Müller (* 26. Oktober 1947 in Eppelborn) ist ein deutscher Romanist und Literaturwissenschaftler.

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Leben und Werk

Müller studierte in Saarbrücken, Toulouse, Lissabon und Madrid. Ab 1971 war er Assistent bei seinem Lehrer Wolfram Krömer in Innsbruck. Er promovierte dort 1971 mit Disimular und fingir oder Die listige Verstellung auf dem spanischen Theater des Siglo de oro (eingegangen in: Das spanische Theater im 17. Jahrhundert oder zwischen göttlicher Gnade und menschlicher List, Berlin 1977) und habilitierte sich 1976 mit Der Roman des Realismus-Naturalismus in Frankreich. Eine erkenntnistheoretische Studie (Wiesbaden 1977). Von 1982 bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand 2003 war er in Innsbruck außerordentlicher Professor für neuere romanische Literaturwissenschaft mit besonderer Berücksichtigung des ibero- und galloromanischen Bereichs. Lehrveranstaltungen an der FU Berlin, den Universitäten Salzburg und Klagenfurt sowie der Università degli Studi di Cassino. Neben Studien zur Beziehung zwischen Erkenntnistheorie uns Literatur vor allem Aufsätze zu sozialpsychologischen und psychoanalytischen Aspekten von Machismus und Feminismus in der Literatur Lateinamerikas, Frankreichs und Italiens. Seit 2003 Arbeiten zur Kunstgeschichte Europas.

Auszeichnungen:

1978 Kardinal-Innitzer-Förderungspreis durch Kardinal König Wien.

1999 Ernennung zum Träger des Spanischen Komturkreuzes durch König Juan Carlos I.

Weitere Werke

  • Der französische Roman von 1960 bis 1973. Tel Quel und Maurice Roche, Wiesbaden 1975
  • (zusammen mit Dieter Messner) Ibero-Romanisch. Einführung in Sprache und Literatur, Darmstadt 1983
  • Rom. Kunst- und Reiseführer, Stuttgart 1991

Literatur

Weblinks