Hans Christoph von Jeetze

Hans Christoph von Jeetze (* 12. Juni 1694 in Flessow; † 28. April 1754 in Neustadt-Eberswalde) war königlich preußischer Generalmajor und Chef des Garnisonsregiments Nr.7.

Seine Eltern waren der kurbrandenburger Kornet Adam Friedrich von Jeetze († 2. März 1717) und Hedwig Elisabeth von Eichstedt († 10. März 1739) aus dem Hause Eichstedt. Der Generalleutnant Adam Friedrich von Jeetze war sein Bruder.

Leben

Er ging 1711 in preußische Dienste und kam zum Infanterie-Regiment Nr.6 (Kronprinz). 1713 wurde er zum Infanterie-Regiment Nr.23 (Kameke) versetzt, dort wurde er am 18. Februar 1718 Fähnrich. War war Teilnehmer des Pommernfeldzuges 1715/1716 und war bei der Erstürmung der Peenemünder Schanze und der Belagerung von Stralsund dabei.

Am 30. Oktober 1718 wur der Seconde-Lieutenant und am 10. Juli 1723 Premier-Lieutenant, 1730 Stabshauptmann und am 28. März 1734 wirklicher Hauptmann. Danach war er erfolgreich als Werber bis 1740 in Ungarn unterwegs. Am 1. Oktober 1740 wurde er von neuen König Friedrich II. zum Major ernannt. Im ersten Schlesischer Krieg kämpfte er in der Schlacht bei Mollwitz und zeichnete sich im Gefecht bei Beraum aus. Während des zweiten Schlesischen Krieges kämpfte er in Hohenfriedeberg und in Soor. In letzterer fielen viele Angehörige seines Regiment so auch der Chef. Er selber bekam einen Schuss in der Kopf, einen Prellschuss an den Hals dazu wurde bei einem Schuss sein halbes Gesicht verbrannt.

Er konnte zwar wieder genesen aber die Kugel im Kopf verursachte immer wieder Schmerzen und er war nicht mehr feldtauglich. Am 19. März 1746 wurde er Oberst und erhielt das Garnisonsregiments Nr.7.. Kurz vor seinem Tod erbat er seinen Abschied, der ihm am 14. April 1754 als Generalmajor gewährt wurde. Er starb am 28. April 1754 in Neustadt-Eberswalde und ist auch dort begraben.

Er war seit dem 10. August 1746 mit Sophia Fridericke von Hessig (1724–1794)[1] verheiratet. Seine Frau war die Tochter des Geheimrat Johann Heinrich von Hessig und dessen Frau Maria Dorothea von Lüderitz. Die Ehe blieb ohne Kinder.

Literatur

  • August Walter,Genealogische Geschichte des Geschlechts von Jeetze, S. 106, (Digitalisat)
  •  Anton Balthasar König: Hans Christoph von Jeetze. In: Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen. Band II, Arnold Wever, Berlin 1789, S. 458 (Hans Christoph von Jeetze in der Google Buchsuche).

Einzelnachweise

  1. Beigesetzt auf dem Garnisonsfriedhof