Hans Olden (Schauspieler)

Hans Olden (bürgerlicher Name Josef „Pepi“ Brandl; * 30. Juni 1892 in Wien ; † 20. Januar 1975 in Franzhausen) war ein österreichischer Schauspieler und Sänger.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nach Maschinenbau-Studium an der Technischen Gewerbeschule in Wien nahm er ab 1909 Schauspielunterricht bei Otto Rub und arbeitete als Sänger und Heurigenunterhalter. Seine ersten Engagements führten ihn nach Hermannstadt, wo er 1911 sein Debüt gab, Karlsbad sowie Teplitz-Schönau, dann auch nach Graz und Prag. In Prag gehörte er bis 1927 zum Ensemble des Deutschen Theaters.

Sein erster Film war 1931 Die großzügige Liebe. Unter seinen 73 Filmen war u.a. 1939 Meine Tochter lebt in Wien (mit Elfriede Datzig), 1941 Liebe ist zollfrei, 1943 Der weiße Traum, 1950 Das doppelte Lottchen und 1956 Charleys Tante.

Oldens Frau ist die Burgschauspielerin Inge Brücklmeier.[1] Seine Grabstätte befindet sich in Nußdorf ob der Traisen in Niederösterreich

Theater

Ab 1928 spielte Olden am Deutschen Volkstheater in Wien. 1931 spielte Hans Olden den Strantz in Anton Wildgans' Armut (Regie: Franz Theodor Csokor, mit Karl Ehmann, Hans Schweikart, Siegfried Breuer, Karl Skraup) und 1933 in der Uraufführung von Bezauberndes Fräulein von Ralph Benatzky (Regie: Heinrich Schnitzler, mit Lizzi Waldmüller, Max Hansen).

Ab 1938 spielte Olden auch unter der Direktion von Walter Bruno Iltz und nach dem Krieg unter Paul Barnay, der nicht nur zurückgekehrte Emigranten wieder ans Volkstheater holte, er gab auch Hans Olden eine Chance, der als „Ehemaliger“ zu den wenigen gehörte, die ihre Nazi-Vergangenheit nicht verleugneten und dafür (gemeinsam mit Fred Hennings) Bombenschutt wegräumen musste. In Nestroys Einen Jux will er sich machen spielte er 1950 neben Inge Konradi den Weinberl. Auch unter der Direktion Leon Epps trat Olden ab 1952 am Volkstheater auf (1965 in der Uraufführung von Die Hinrichtung von Helmut Qualtinger und Carl Merz, Regie: Gustav Manker) und als Kammersänger Eligius Fenz in Komödie der Verführung von Arthur Schnitzler (1966).

Olden trat auch am Bürgertheater (Ringstrassen-Melodie, 1942, Regie: Robert Valberg), in den Kammerspielen (Parforce von Alexander Lernet-Holenia, 1948, mit Lotte Lang und Hilde Sochor), im Theater in der Josefstadt und am Renaissancetheaters (Ossip in Der Revisor von Gogol, mit Wolf Albach-Retty als Chlestakov, Regie: Gustav Manker). Olden inszenierte mitunter auch selbst (Verliebtes Dreieck, 1944 am Renaissancetheater, mit Harry Fuss, Hans Olden (Kaiser Ferdinand), Fritz Fronz, Evi Servaes).

1965 spielte in der legendären Festwochen-Produktion von Johann Nestroys Das Haus der Temperamente an der Seite von Hermann Thimig, Hans Thimig, Hans Holt, Karl Farkas, Maxi Böhm, Karl Paryla, Hugo Gottschlich und Hilde Sochor die Rolle des melancholischen Vaters "Fad" (Regie: Gustav Manker).

Filmografie (Auswahl)

Olden wirkte ab 1931 in über 60 Filmrollen mit. Der elegante Schauspieler war meist als Bonvivant in Nebenrollen zu sehen. Er ist auf dem Friedhof in Nußdorf ob der Traisen beerdigt.

  • 1931: Die große Liebe
  • 1932: Madame hat Besuch
  • 1933: Leise flehen meine Lieder
  • 1935: Katharina, die Letzte
  • 1936: Singende Jugend
  • 1936: Der Weg des Herzens (Prater)
  • 1937: Brillanten
  • 1937: Die ganz großen Torheiten
  • 1938: Prinzessin Sissy
  • 1938: Scheidungsreise
  • 1938: Die unruhigen Mädchen
  • 1939: La casa lontana
  • 1939: Das Glück wohnt nebenan
  • 1939: Leinen aus Irland
  • 1939: Männer müssen so sein
  • 1939: Der singende Tor
  • 1940: Meine Tochter lebt in Wien
  • 1940: Wiener G’schichten
  • 1941: Die Kellnerin Anna
  • 1941: Liebe ist zollfrei
  • 1943: Der weiße Traum
  • 1943: Zwei glückliche Menschen
  • 1944: Glück bei Frauen
  • 1944: Musik in Salzburg
  • 1945: Wie ein Dieb in der Nacht
  • 1945: Wo ist Herr Belling?
  • 1947: Liebe nach Noten
  • 1948: Der himmlische Walzer
  • 1948: Ein Mann gehört ins Haus
  • 1949: Höllische Liebe
  • 1949: Mein Freund, der nicht nein sagen konnte
  • 1949: Märchen vom Glück
  • 1949: Wir haben eben geheiratet
  • 1950: Das doppelte Lottchen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hans Olden Herwig Lenau. Eine Bilanz. Auf herwig-lenau.at abgerufen am 2. November 2011