Hans Reimar von Kleist

Hans Reimar von Kleist (* 11. April 1736 in Heiligenbeil; † 10. März 1806 in Oels in Niederschlesien) war königlich preußischer Generalmajor.

Familie

Hans Reimar von Kleist entstammte der Familie von Kleist, war der elfte Sohn des königlich preußischen Obersts und Erbherrn auf Schmenzin und Stavenow, Andreas Joachim von Kleist (* 1678; † 1738) und der Marie Elisabeth von Hake (* 1700, † 1758). Er hatte 15 Geschwister, darunter Generalmajor Friedrich Wilhelm Gottfried Arnd von Kleist (* 1724; † 1767). Kleist war zunächst 1763 mit Casparine Elisabeth Luise von Schlabrendorff (* 1741; † 1766), ein weiteres Mal mit 1768 mit Antoinette Maria Josepha von Dumont († 1809) vermählt. Aus zweiter Ehe gingen vier Söhne hervor.

Leben

Kleist begann seine Laufbahn 1754 Kornett im Kürassier-Regiment Nr. 12, wurde 1757 Lieutenant, wechselte 1762 als Rittmeister ins Husaren-Regiment Nr. 1, wurde jedoch bereits 1763 zu den Weißen Husaren, dem Husaren-Regiment Nr. 4 versetzt und avancierte 1775 zum Major, 1787 zum Oberstlieutenant, 1788 zum Oberst sowie schließlich 1793 zum Generalmajor.

Bei Zorndorf wurde er zweimal verwundet, focht aber auch nach seinem Selbstzeugnis sehr erfolgreich im Siebenjährigen Kriege. So hatte er u.a. 20 Kanonen erobert und 1000 Gefangene gemacht.

Im November 1794 ersuchte Kleist um Abschied, der auch gewährt wurde, angeblich, weil Blücher, welcher erst Oberst war, ihm vorgezogen wurde.

Seit 1764 gehörte er zu den Minores des Domkapitels zu Brandenburg. Bei einer Revue im Jahre 1789 erhielt er den Orden Pour le Mérite.

Literatur