Hans Rudolph von Minkwitz

Hans Rudolph von Minkwitz ( * 1637; † 24. Juli 1702 in Leipzig) war ein königlich polnischer und kursächsischer Generalleutnant und Gouverneur zu Leipzig sowie Erbherr auf Zöpen, Staschwitz und Trachenau.

Er war 1683 beim Entsatz der kaiserlichen Residenz Wien als Oberst dabei. Während der Schlacht am Kahlenberg rettete er dem Kurfürsten Johann Georg III., der unter die Feinde gekommen war, das Leben. Daraufhin wurde er vom Kurfürsten zum Generalmajor befördert und bekam die Stelle des Kommandanten von Dresden. 1686 kaufte er von Maria von Kitzscher das Gut Zöpen.[1] 1693 verließ er den kurfürstlichen Hof und ließ sich als Gouverneur nach Leipzig versetzen. Die Stelle war zuvor für 32 Jahre vakant geblieben.

Er wurde im Familiengrab auf Gut Zöpen bestattet.

Familie

Hans Rudolph von Minkwitz war mehrfach verheiratet. Seine erste Frau war Lady Margarete Aston († 17. November 1672)[2] aus London. Sein zweite Frau war eine von Brand aus dem Haus Gleina. Seine letzte Frau war Euphrosina Lucretia von Döring (* 15. Juni 1644; † 5. Mai 1709) [3]

Er hatte sechs Söhne und eine Tochter, darunter:

  • Adam Heinrich (1679–1729) Erbherr auf Staschwitz, Weissenfelsischer Oberkammerjunker ∞ Johanna Dorothea von Bünau († 1733)
  • Moritz August (1681–1746), Erbherr auf Zöpen, königlich polnischer Generalleutnant ∞ Helena Hedewig von Osterhausen aus dem Hause Böhlen (†1720)[4]
  • Dorothea Sophia
∞ Oberst Gottlob Ernst Ludwig von Wiedemann
∞ Major Peres
  • Hans Loth († 1700) als Oberstleutnant in der Düna ertrunken.

Zwei weitere Söhne starben als Leutnants.

Sein Bruder Rudolph Siegfried von Minckwitz war Amtshauptmann von Mildenfurt, zeitzischer Lamm-Kammerrat sowie Erbherr von Falckenhahn, Otterwitz, Trautschen und Prößdorf. Sein Bruder Johann George von Minckwitz war Amtshauptmann von Grimma und Inspektor der Landschulen.

Literatur

  • Friedrich Bülau: Geheime geschichten und räthselhafte menschen , Band 7, S. 105, Digitalisat
  • Neu-vermehrtes Historisch- und Geographisches Allgemeines Lexicon, S. 103, Digitalisat
  • Johann Jacob Vogel: 'Leipzigisches Geschicht-Buch. S. 944, Digitalisat

Einzelnachweise

  1. Herrenhaus Zöpen
  2. Historisches Taschenbuch, Hg. Friedrich v. Raumer – 9.Jhrg. Leipzig 1840, S. 219–330 (nach: [1])
  3. August Wilhelm Bernhardt von Uechtritz,Diplomatische Nachrichten adeliche Familien betreffend, Band 4, S. 34, Digitalisat
  4. Osterhausen, Helena Hedewig von