Hans Schachinger

Hans Schachinger (* 20. Mai 1888 in Wien; † 13. November 1952 in Nassau an der Lahn) war ein österreichischer Porträt- und Genremaler.

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Leben und Werk

Schachinger studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien unter Christian Griepenkerl und Rudolf Bacher. 1919 vertiefte er seine Studien an der Münchener Akademie. 1925 gründete er seine eigene Malschule in Wien. 1927 unternahm er eine Studienreise nach Paris, und 1938 stellte er erstmals auf der Biennale di Venezia aus. 1945 zog er in ein Bauernhaus im Kobernaußerwald, in weiterer Folge war er im oberösterreichischen Schalchen tätig.

Hans Schachinger wurde im Laufe seiner künstlerischen Karriere vielfach ausgezeichnet. So erhielt er 1916 die Silberne Medaille des Albrecht-Dürer-Bundes; 1923 den Dumba-Preis; 1924 den Künstlerhaus-Jubiläumspreis; 1925 die Große Goldenen Ehrenmedaille; 1927 den Rembrandt-Preis und den Österreichischen Staatspreis; 1934 und 1935 den Preis der Stadt Wien; 1935 den Gustav Figdor-Preis und 1942 den Förderungspreis für die Ausstellung „Das schöne Wiener Frauenbild“. 1932 wurde Schachinger zum Professor ernannt. Ab 1920 war er Mitglied des Wiener Künstlerhauses, weiters war er Mitglied der Innviertler Künstlergilde.[1]

Schachinger legte großen Wert auf einen der Tradition verpflichteten Naturalismus. Dies machte ihn in der Zeit des Nationalsozialismus zum begehrten Porträtisten. Seine Genremalerei aus dem bäuerlichem Milieu war von einem kargen Kolorit gekennzeichnet.[2]

Werke von der Hand Schachingers befinden sich heute großteils in Privatbesitz, aber auch in öffentlich zugänglichen Sammlungen wie etwa die Österreichische Galerie Belvedere, das Wien Museum, die Universität Wien und das Heeresgeschichtliche Museum.[3]

Werke (Auszug)

Literatur

  • Heinrich Fuchs: Die österreichischen Maler der Geburtsjahrgänge 1881-1900, Wien 1976, Band 2, S. K 76 f.

Einzelnachweise

  1. Heinrich Fuchs: Die österreichischen Maler der Geburtsjahrgänge 1881-1900, Wien 1976, Band 2, S. K 76 f.
  2. Michaela Pappernigg (Bearb.): Kunst des 20. Jahrhunderts. Bestandskatalog der Österreichischen Galerie des 20. Jahrhunderts, Bd. 4: S–Z, hrsg. v. d. Österreichischen Galerie Belvedere, Wien 2001, S. 14; zitiert auf der Webpräsenz der Österreichischen Galerie Belvedere, abgerufen am 12. April 2012
  3. Heinrich Fuchs: Die österreichischen Maler der Geburtsjahrgänge 1881-1900, Wien 1976, Band 2, S. K 76 f.