Hans Sterneder

Hans Sterneder (* 7. Februar 1889 in Eggendorf (Niederösterreich); † 24. März 1981 in Bregenz) war ein österreichischer Schriftsteller.

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Leben

Hans Sterneder entstammte einer Gutsbesitzerfamilie. Er wuchs bei den Großeltern auf. Nach dem Besuch des Gymnasiums, das er mit der Reifeprüfung abschloss, begab sich Sterneder auf eine mehrjährige Wanderschaft durch Europa. Während dieser Zeit machte er die Bekanntschaft des Philosophen Ernst Haeckel, des Malers Hans Thoma und des Schriftstellers Richard Voß, die ihn stark beeinflussten. Ab 1912 absolvierte Sterneder das Lehrerseminar in Wien und unterrichtete anschließend als Lehrer an einer steirischen Dorfschule. Seine Erfahrungen als Lehrer bildeten die Grundlage seines Romandebüts "Der Bauernstudent". Während seine frühen Werke geprägt sind von des Autors starker Naturverbundenheit und einer kosmisch-religiösen Lebenseinstellung, bildeten später mystische und esoterische Themen den Schwerpunkt in Sterneders Schaffen.

Hans Sterneder lebte als freier Schriftsteller im niederösterreichischen Gloggnitz und später in Bregenz. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im Jahre 1938 erschienen bis zum Ende des Dritten Reiches keine Werke Sterneders mehr; 1944 befand sich der Autor zeitweise in Haft. Nach 1945 konnte er nicht mehr an seine literarischen Erfolge aus den Zwanziger- und Dreißigerjahren anknüpfen, und obwohl seit 1963 ein "Verein der Freunde des Dichters Hans Sterneder" existierte, geriet Sterneder weitgehend in Vergessenheit. Ab 1988 wurden seine Werke von einem deutschen Esoterik-Verlag neu aufgelegt.

Hans Sterneder war Mitglied des Österreichischen PEN-Clubs. 1976 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen.

Werke

  • Der Bauernstudent, Leipzig 1921
  • Der Sonnenbruder, Leipzig 1922
  • Der Wunderapostel, Leipzig 1924
  • Die Zwei und ihr Gestirn, Leipzig 1927
  • Frühling im Dorf, Leipzig 1928
  • Der Sang des Ewigen, Leipzig 1928
  • Sommer im Dorf, Leipzig 1930
  • Die Neugeburt der Ehe, Leipzig 1931
  • Der seltsame Weg des Klaus Einsiedel, Leipzig 1933
  • Der Edelen Not, Leipzig 1938
  • Der Schlüssel zum Tierkreis-Geheimnis und Menschenleben, München 1956
  • Die große Verwandlung, München 1958
  • Das kosmische Weltbild, Garmisch-Partenkirchen 1963
  • Also spricht die Cheops-Pyramide, Freiburg i.Br. 1968

Literatur

  • Fritz Arno Weisse: Hans Sterneder, Wien 1941
  • Helene Fail: Hans Sterneders religiöse Dichtungen, Wien 1942
  • Thomas Eich: Hans Sterneder - Dichter und Mystiker, Werlenbach 2008

Weblinks