Hans Stumbauer

Hans Stumbauer (* 1911 in Rainbach im Mühlkreis; † 2003) war ein österreichischer Kunsterzieher, Maler und Graphiker.

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Leben und Wirken

Hans Stumbauer war Zeichenlehrer an der Eisenhandschule in Linz, der die Kinder auch abstrakte Objekte malen ließ, was zu Protesten der Eltern führte.[1] Er ist Autor bzw. Mitautor von zwei schulpädagogischen Büchern im Zusammenhang mit dem Zeichenunterricht.

Mitte der 1950-er-Jahre war er an der Spitze einer kleinen Freistädter Künstlergruppe Gründungsmitglied der Mühlviertler Künstlergilde und schrieb in der Erstausgabe der 1961 von dieser herausgegebenen Mühlviertler Heimatblätter ein programmatisches Vorwort mit der Überschrift: Ziele und Aufgaben der Mühlviertler Künstlergilde.[2]

Ebenfalle Mitte der 1950-er-Jahre war er Vorsitzender der Gründungsversammlung des Bundes Österreichischer Kunst- und Werkerzieher in Graz (10. Mai 1956) und erster geschäftsführender Obmann der Vereinigung sowie Verfasser von Artikeln in der Verbandszeitschrift. Er prägte durch sein Engagement an der Spitze des Verbandes und bei der Herausgabe der Verbandszeitschrift viele Jahre die Ausbildung der Kunst- und Werkerzieher.[3]

Er unterrichtete am Bundes-Realgymnasium für Mädchen und der Bundes-Frauenoberschule in Linz.

Ausstellungen

  • 1989 Meilenstein - Etappen - Überblick über das Lebenswerk von Hans Stumbauer in der Galerie der Mühlviertler Künstlergilde im Landeskulturzentrum Ursulinenhof.
  • 1993 Malerei und Plastiken, Gemeinschaftsausstellung von Hans Stumbauer und Maximilian Stockenhuber in der Galerie der Mühlviertler Künstlergilde im Landeskulturzentrum Ursulinenhof.

Auszeichnungen

Er war ab 1982 Ehrenpräsident und ab 1995 Träger der Ehrennadel der Mühlviertler Künstlergilde.[4]

Literatur von Hans Stumbauer (Auswahl)

  • Grundlagen der bildnerischen Erziehung: Rückblick, Rundblick, Ausblick, Selbstverlag, 1967, 1969 und 1971 (wesentliches Werk für die Ausbildung der Kunst-und Werkerzieher)
  • mit Ernst Bauernfeind: Vom Abbild zur autonomen Struktur, Anbahnung eines gestaltenden Naturstudiums, Ausgabe 20 von Schulpraktischen Veröffentlichungen des Pädagogischen Instituts des Bundes für Oberösterreich, Linz 1978, ISBN 978-3-852-14153-4, 144 S.
  • Geschichte des Zeichenunterrichts in Österreich 1772 bis 1938. Chronik des Vereins österreichischer Zeichenlehrer 1875 bis 1938, Ergänzte Teilausgage der "Grundlagen der bildnerischen Erziehung, Linz o.Jg.
  • Von der Urjagd zur Kulturjagd im Mühlviertel, in: Mühlviertler Heimatblätter, Jg. 1, Heft 5, Linz 1961
  • Das Bild im ländlichen Heim, in: Mühlviertler Heimatblätter, Jg. 1, Heft 3, Linz 1961
  • Die St. Marina mit Mann und Maus, in: Mühlviertler Heimatblätter, Jg. 2, Heft 9/10, Linz 1962
  • Heimatgeschichte Rainbach im Mühlkreis:[5]
  • Skelettfunde am Schanzl in Kerschbaum (1932)
  • Tote bleiben noch einige Tage daheim (1960)
  • Plünderungen (1945)

Einzelnachweise

  1. Heidi Stockinger (Herausgeber): Jung sein in Linz, Geschichten aus den 1950-ern, ISBN 978-3-205-78153-0, Wien, Köln, Weimar, 2008, S 17 und 33
  2. Heimatblätter im Verzeichnis Österreichischer Literaturzeitschriften 1945 bis 1990 der Österreichischen Nationalbibliothek
  3. Oskar Seber: Vom Freihandzeichnen zur Bildnerischen Erziehung, Dissertation, Wien 2001
  4. Historie der Zülow Gruppe
  5. zum Stichwort Stumbauer