Hans Sylvester

Hans Sylvester (* 10. November 1897 in Nickelsdorf; † 19. Januar 1939 im KZ Dachau) war ein österreichischer Agrarfachmann, Politiker (CS, VF) und NS-Opfer.

Leben

Hans Sylvester studierte nach der Matura von 1916 bis 1923 an der Hochschule für Bodenkultur in Wien. Dort wurde er Mitglied der katholischen Studtenverbindung K.H.V. Babenberg Wien im ÖCV. Nach seinem Studium war er zunächst Gutsverwalter. 1926 wurde er Bezirksreferent der Landwirtschaftskammer in Mattersburg und Neusiedl am See. 1927 wurde er Pflanzenbauinspektor und 1929 Kammeramtsdirektor der Burgenländischen Landwirtschaftskammer.

Von 1927 bis 1930 war er Abgeordneter im Burgenländischen Landtag und 1930 bis 1931 Abgeordneter zum Nationalrat. Von 1931 bis 1934 war er Mitglied der Burgenländischen Landesregierung, 1933 wurde er Landesleiter der Vaterländischen Front Burgenlands.

Von 1934 bis 1938 war Hans Sylvester Landeshauptmann von Burgenland.

Hans Sylvester wurde nicht demokratisch gewählt. Er war ernannter Landeshauptmann während des Austrofaschismus.

Im Zuge des „Anschlusses Österreichs“ im März 1938 wurde er als Christlich-Sozialer und Vertreter des Ständestaates verhaftet und in das KZ Dachau deportiert, wo er am 19. Januar 1939 umkam.

Literatur

  • Johann Kriegler: Politisches Handbuch des Burgenlandes. I. Teil (1923–1938). Eisenstadt 1972

Weblinks