Hans Tarbuk von Sensenhorst

General Hans Tarbuk von Sensenhorst in Uniform des österreichischen Bundesheeres 1934

Generalmajor Johann (Hans) Tarbuk, ab 1904 Tarbuk von Sensenhorst, auch von Tarbuk-Sensenhorst genannt (* 16. Juli 1886 in Przemysl; † 4. Juli 1966 in Wien) war österreichischer Offizier der k.u.k. Armee, des Bundesheeres im Ständestaat und in der Folge der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs.

Familie

Er entstammte einer ursprünglich kroatischen Familie von „Militärgrenzern“ an der Militärgrenze, dem Grenzgebiet Österreichs zum osmanischen Reich am Balkan, deren Stammreihe mit Ciril Tarbuk in Tušilović begann (erwähnt 1803–1815), und war der Sohn des noch dort geborenen k.u.k. Feldmarschalleutnants Johann Tarbuk von Sensenhorst (* 1853; Enkel des o.g. Ciril) und Mathilde Josefa Bayrhammer Edle von Sensenhorst (* 1856). Johann Tarbuk wurde am 18. November 1904 in den österreichischen Adelsstand erhoben mit Namensmehrung „von Sensenhorst“.

Tarbuk-Sensenhorst war mit Rosa Binder (* 1894; † 1962) verheiratet; die Ehe blieb kinderlos.

Er hatte die vier Brüder Karl, Robert, Felix und Fritz Tarbuk von Sensenhorst sowie zwei Schwestern.

Leben

Tarbuk-Sensenhorst war Offizier der k.u.k. Armee, als Leutnant ausgemustert am 18. August 1908, ab 30. April 1932 Oberstleutnant, ab 18. Dezember 1936 Oberst im österreichischen Verteidigungsministerium, später Generalmajor des österreichischen Bundesheeres und ab 1939 in der deutschen Wehrmacht, wo er vor Dietrich von Choltitz Stadtkommandant in Paris, WBK. Nikolsburg (1. September 1939), WBK. II Wien (3. Januar 1940), Eisenbahn-Pionier-Regiment 701 (8. Juni 1940) und später am russischen Kriegsschauplatz im Rang eines Generalmajors (1. August 1940) F.K. 242, 748, 660 und 620 / ab Januar 1945 als Stv. Führ. Sich. D. war.

Er geriet hier in sowjetische Gefangenschaft und am 3. Mai 1945 wurde Tarbuk vor einem sowjetischen Militärgericht in Bobruisk angeklagt, blieb zunächst bis 1947 ohne Verfahren inhaftiert und wurde schließlich 1947 wegen angeblicher Verbrechen im Zuge der deutschen Okkupation zu einer 25-jährigen Haftstrafe verurteilt.

In der schließlich 10-jährigen sowjetische Kriegsgefangenschaft erlitt er schwere gesundheitliche Schäden (u.a. musste ihm ein Fuß amputiert werden) und kehrte erst 1955 nach Intervention der österreichischen Bundesregierung als einer der letzten Gefangenen in seine Heimatstadt Wien zurück.

Literatur