Hans von Frisch

Hans von Frisch (* 14. August 1875 in Wien; † 15. März 1941 ebenda) war ein österreichischer Jurist und Hochschullehrer.

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Leben

Hans von Frisch wurde als Sohn des Wiener Urologen Anton von Frisch und seiner Ehefrau Marie von Frisch geb. Exner geboren. Einer seiner Brüder war der Zoologe und Nobelpreisträger Karl von Frisch. Hans von Frisch studierte an der Universität Wien Rechtswissenschaften und schloss sich hier dem Corps Symposion an, das ihn 1898 recipierte.[1] Im Jahre 1900 wurde er zum Dr. iur. promoviert.

Seine Laufbahn als Hochschullehrer begann er 1903 als Privatdozent für Staats- und Verwaltungsrecht an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Zwischen 1904 und 1906 lehrte er ebenfalls als Privatdozent an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Öffentliches Recht. 1906 wurde er als ordentlicher Professor der Rechtswissenschaften an die Universität Basel berufen. 1909 war er Dekan der juristischen Fakultät. 1912 folgte er einem Ruf als ordentlicher Professor der Rechtswissenschaften ab die Universität Czernowitz, deren Rektor er im akademischen Jahr 1913/14 war. 1918/19 stand er auch hier der juristischen Fakultät als Dekan vor. 1919 wurde er schließlich auf den Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht und Öffentliches Recht an die Technische Hochschule Wien berufen, verbunden mit einer Professur an der Universität Wien für Staatsrecht. Von 1923 bis 1925 war er auch an der TH Wien Dekan. 1933 wurde er beurlaubt und 1938 nochmals reaktiviert.

Schriften

  • Die Verantwortlichkeit der Monarchen und höchsten Magistrate, Berlin, 1904
  • Widersprüche in der Literatur und Praxis des Schweizerischen Staatsrechts, Zürich, 1912
  • Der Krieg im Wandel der Jahrtausende, München, 1914
  • Der völkerrechtliche Begriff der Exterritorialität, Wien, 1917
  • Monroedoktrin und Weltpolitik der Vereinigten Staaten von Nordamerika, Wien, 1917
  • Baugesetzkunde, Wien, 1922
  • Lehrbuch des österreichischen Verfassungsrechtes, Wien, 1932
  • Die Gewaltherrschaft in Österreich 1933 bis 1938, Leipzig, 1938

Literatur

Einzelnachweise

  1. Kösener Corpslisten 1960, 137, 26

Weblinks