Harald Jannach

Harald Jannach (* 27. Mai 1972 in Klagenfurt) ist ein österreichischer Landwirt und Politiker (FPÖ). Jannach ist seit 2008 Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat.

Jannach besuchte die Volksschule in Obermühlbach 1978–1982, die Hauptschule in St. Veit an der Glan 1982–1986, die Handelsakademie in Althofen 1986–1991 und dort anschließend auch eine land- und forstwirtschaftliche Fachschule(1991–1993).[1]

Jannach ist seit 1997 Vizebürgermeister der Gemeinde Frauenstein und seit 2005 FPÖ-Bezirksparteiobmann von Sankt Veit an der Glan. 2006 wurde er Kammerrat der Kärntner Landwirtschaftskammer und 2008 geschäftsführender Landesparteiobmann der FPÖ-Kärnten. Jannach kandidierte bei der Nationalratswahl 2008 auf dem Bundeswahlvorschlag der FPÖ und errang ein Mandat über diese Liste. Jannach wurde am 28. Oktober 2008 als Abgeordneter angelobt und übernahm innerhalb des FPÖ-Parlamentsklubs die Funktion des Bereichssprechers für Agrarwesen.

Anlässlich der am 21. Juni 2010 beschlossenen engen Kooperation von FPK und Bundes-FPÖ,[2] die als Schock[3] für den kleinen Kärntner FPÖ-Rest mit seinen 3,6 % bei der letzten Landtagswahl kam,[4] trat Jannach, „der letzte Störenfried, der bisherige Obmann der Kärntner Landes-FPÖ, Harald Jannach“,[5] als FPÖ-Landesparteivorstand „überraschend“ zurück, da er darin „das Ende der Eigenständigkeit der FPÖ-Kärnten“ sah,[6] behielt jedoch sein Mandat als Abgeordneter zum Nationalrat. Nach dem Rücktritt Harald Jannachs wurde Christian Leyroutz vom FPÖ-Vorstand als geschäftsführender Landesparteiobmann bestätigt.[7]

Jannach lebt in Höffern unweit von St. Veit an der Glan in einer Lebensgemeinschaft und ist Vater zweier Kinder.

Einzelnachweise

  1. Jannachs Biographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments
  2. Neue Freie Zeitung vom 24. Juni 2010, S. 2: Kooperationsvertrag
  3. News.at am 22. Juni 2010:Anhänger des erst am Nachmittag zurückgetretenen Kärntner FPÖ-Chefs Harald Jannach buhten Strache aus und warfen ihm lautstark "Heimatverrat" vor.
  4. Krone at. yom 22. November 2009: Mit ihren 3,6 Prozent bei der Landtagswahl hatten sie den Einzug ins Landesparlament deutlich verfehlt
  5. Der Standard.at am 21 Juni 2010
  6. ORF Kärnten.at am 21. Juni 2010
  7. Tiroler Tageszeitung (tt.com) am 21. Juni 2010: Kärntner FPÖ-Parteivorstand für Kooperationsvertrag mit FPK

Weblinks