Harland (St. Pölten)

Harland
Stadtteil von St. Pölten
Coat of Sankt Pölten.svg
Basisdaten [1]
Fläche: 4,75 km²
Einwohner: 1.756 (2010)
Bevölkerungsdichte: 370 Einwohner je km²
Höhe: 244 m ü. A.
Postleitzahl: 3104
Geografische Lage: 48° 9′ N, 15° 38′ O48.1515.633333333333244Koordinaten: 48° 9′ N, 15° 38′ O
Katastralgemeinden
  • Altmannsdorf
  • Harland
  • Windpassing
Lage in St. Pölten
St.Pölten Karte Harland.svg

Amtshaus Harland.JPG
Das denkmalgeschützte Amtshaus in Harland

Harland liegt in Niederösterreich an der Traisen und ist seit seiner Eingemeindung 1939 ein Stadtteil von St. Pölten. An Harland grenzen die Stadtteile Ochsenburg, Spratzern, St. Georgen und Stattersdorf, im Osten grenzt die Ortschaft an Pyhra.

Inhaltsverzeichnis

Namen

Die Namen der drei Katastralgemeinden haben unterschiedliche Ursprünge. Während der Name Harland auf den Flachsanbau hinweist, dürfte Altmannsdorf auf den Bischof Altmann von Passau zurückgehen. Zu Windpassing gibt es verschiedene Theorien. Zum einen einen Hinweis auf Winden, also Slawen, oder, nach neueren Forschungen, auf eine Siedlung im Bereich von Windbruch.[2]

Geschichte

Durch Grabfunde lässt sich eine Besiedlung in prähistorischer Zeit belegen. Erste urkundliche Erwähnung findet Altmannsdorf 1091, die ersten Belege über Harland stammen aus dem 13. Jahrhundert. Die damals 66 Bewohner waren hauptsächlich als Bauern tätig. Ab 1364 ist Pyhra als Ortspfarre belegt.

Das ursprüngliche Landwirtschaftlich geprägte Dorf wuchs im 19. Jahrhundert durch die Eröffnung der Zwirnfabrik Mathias Salcher & Söhne. Damit einher gingen Wohnbauprojekte, um die zugewanderten Arbeiter unterzubringen. In den Jahren nach 1899 wurde die Traisen reguliert, dies schuf weitere Arbeitsplätze.

1883 wurde die erste Schule von den Brüdern Salcher erbaut, 1909 war die ganze Ortschaft mit Strom und Kanal versorgt. Ab 1911 verkehrte die St. Pöltner Straßenbahn in Harland. 1923 zählte der Ort 1361 Einwohner.

1939 wurden alle drei Katastralgemeinden von Pyhra nach St. Pölten umgemeindet, Altmannsdorf und Windpassing wurden 1955 nach St. Georgen ausgemeindet. Die Wiedereingemeindung der beiden Katastralgemeinden erfolgte 1971 gemeinsam mit St. Georgen und Ochsenburg. Eine eigene Kirche erhielt Harland 1966, die mit Stattersdorf gemeinsam eine Pfarre bildet.

Politik

Als Katastralgemeinde von St. Pölten hat Harland keinen eigenen Gemeinderat.

Siehe auch: St. Pölten: Politik

Öffentliche Einrichtungen

In Harland befinden sich eine Haupt- und Volksschule sowie ein Kindergarten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Weblinks

 Commons: Harland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Wohnbevölkerung am 31.12.2010 auf st-poelten.gv.at
  2. Phönix aus der Asche - Die Entwicklung der Stadtteile Harland, Altmannsdorf und Windpassing, Kapitel Geschichte, Seiten 7-12