Heinrich Berté

Heinrich (Harry) Berté (* 8. Mai 1858 in Galgócz, Ungarn (heute Hlohvec, Slowakei); † 23. August 1924 in Perchtoldsdorf bei Wien) war ein österreich-ungarischer Komponist.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Heinrich Berté war zu Beginn seiner Karriere ein relativ erfolgloser Komponist von Balletten und einer Oper. 1911 wurde ihm vom Schriftsteller Alfred Maria Willner ein Libretto für eine Operette über Franz Schubert nach dem soeben vollendeten Roman Schwammerl von Rudolf Hans Bartsch angeboten, das Berté zuerst mit eigener Musik komponierte, nach der Erkenntnis der Erfolglosigkeit aber mit einer Bearbeitung bekannter Musiken Franz Schuberts versah. Das am 15. Januar 1916 im Raimundtheater in Wien uraufgeführte Werk Das Dreimäderlhaus wurde mit Übersetzungen in 22 Sprachen (1921 als Blossom Time in New York, 1922 als Lilac Time in London), und Aufführungen in über 60 Ländern ein Welterfolg. Auch wurde die Operette mehrmals verfilmt. Berté konnte an diesen Erfolg nicht anknüpfen, seine zweite Schubert-Operette (Lenz und Liebe) blieb erfolglos.

Begraben ist Berté am Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 59A, Reihe 6, Nr. 16)[1]

In Wien Liesing wurde 1929 die Bertégasse nach ihm benannt.

Werke

Opern

  • Schneeflocke (Wien, 1896)

Operetten

  • Bureau Malicone (Wien, 1891)
  • Der neue Bürgermeister (Wien, 1904)
  • Die Millionenbraut (München, 1904)
  • Der Stadtregent (München, 1905)
  • Der kleine Chevalier (Dresden, 1907)
  • Der schöne Gardist (Breslau, 1907)
  • Der Glücksnarr (Wien, 1908)
  • Kreolenblut (Hamburg, 1911)
  • Der Märchenprinz (Hannover, 1914)
  • Das Dreimäderlhaus (Wien, 1916; mit Musik von Franz Schubert)
  • Lenz und Liebe (Budapest, 1917; mit Musik von Franz Schubert)
  • Die drei Kavaliere (Wien, 1919)
  • Coulissengeheimnisse (Hamburg, 1920)

Literatur

Einzelnachweise

  1. Heinrich Berte (1857-1924) im Operettenlexikon abgerufen am 27. September 2012

Weblinks