Heinrich Jauner

Heinrich Jauner (* 15. Mai 1833 in Wien; † 11. März 1912 ebenda) war ein österreichischer Medailleur und Graveur.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Sein Vater war der Hofgraveur Franz Jauner (* 15. August 1808 in Nußdorf; † 15. Dezember 1889 in Wien), der wegen seiner Kunstfertigkeit „Wiener Cellini“ genannt wurde.

Seine Brüder waren der Schauspieler und Operndirektor Franz von Jauner (1831–1900), der Verwaltungsbeamte August Jauner von Schroffenegg (1835–1907) und der Direktor der niederösterreichischen Landesbuchhaltung Theodor Jauner (1844–1913). Heinrich Jauner begann seine künstlerische Laufbahn als Schüler vom Maler Ferdinand Waldmüller. Er wandte sich jedoch bald der Medaillenkunst zu und übernahm die von seinem Vater Franz Jauner gegründeten Medaillenfirma.

Heinrich Jauner schuf mehrere Personenmedaillen von bekannten und hohen Persönlichkeiten wie Kaiser Franz Joseph I., der Familie von König Georg V. von Hannover, sowie bekannte Persönlichkeiten aus Österreich-Ungarn wie Eduard von Bauernfeld, Hellmesberger, Josef Hyrtl, Franz Liszt, Carl von Rokitansky, Johann Strauss, usw. Auch historische Ereignisse des 19. Jahrhunderts und der Jahrhundertwende wurden auf Medaillen verewigt.

Ihm wurde vom Kaiser der Titel eines k.k. Hof-Kammer-Graveur verliehen.

Werke (Auszug)

Entwurf für einen Kerzenhalter (1877)

Einzelnachweise

  1. Ilse Krumpöck: Die Bildwerke im Heeresgeschichtlichen Museum, Wien 2004, S. 82.

Literatur