Heinrich Koller (Historiker)

Heinrich Koller (* 24. Juli 1924 in Wien) ist ein österreichischer Historiker.

Leben

Heinrich Koller machte die Matura in Wien und studierte von 1944 bis 1949 Geschichte und Geographie an der Universität Wien, wo er 1949 promoviert wurde. Im selben Jahr wurde er wissenschaftliche Hilfskraft. 1952 wurde er Mitglied des Wiener Corps Symposion.[1]

Seit 1953 war er als Assistent am Institut für Österreichische Geschichtsforschung tätig. 1961 erfolgte seine Habilitation in Wien. 1964 wurde er außerordentlicher und 1965 ordentlicher Professor für mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Salzburg. 1991 wurde er emeritiert.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte des Spätmittelalters, dabei insbesondere die Quelleneditionen, die Habsburger, sowie die Geschichte Südosteuropas. Er gilt neben Paul-Joachim Heinig als führender Experte für Friedrich III. Seit 1977 leitet er für die Regesta Imperii das Unternehmen der „Regesten Kaiser Friedrichs III.“ Zu Friedrich III. legte 2005 er eine neue Biografie vor. Koller ist Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur (seit 1989) und Mitglied des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte.

Beim Kösener Congress 1969 hielt er die Festansprache über Die Persönlichkeit im modernen Staat.[2]

Schriften

Monografien

Herausgeberschaften

  • Regesten Kaiser Friedrichs III. (1440–1493). Nach Archiven und Bibliotheken geordnet. (mehrteiliges Werk)

Literatur

  • Heinrich Koller. In: Jürgen Petersohn (Hrsg.): Der Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte. Die Mitglieder und ihr Werk. Eine bio-bibliographische Dokumentation. Thorbecke, Stuttgart 2001, ISBN 3-7995-6906-5, S. 231–237.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Kösener Corpslisten 1996, 164, 128
  2. Deutsche Corpszeitung, 70. Jg., Juni 1969, S. 105–110