Heinrich LXIV. (Reuß-Köstritz)

Heinrich LXIV Reuss-Köstnitz, Lithographie von Josef Kriehuber, 1836

Heinrich LXIV. Reuß (* 31. März 1787 in Köstritz; † 15. September 1856 in Ernstbrunn) war Fürst Reuß zu Köstritz.

Leben

Heinrich LXIV. war der jüngere Sohn des Fürsten Heinrich XLIII. Reuß zu Köstritz (älterer Zweig) und dessen Gemahlin Gräfin Luise Reuß zu Ebersdorf. Er folgte 1814 seinem Vater, nachdem sein älterer Bruder Heinrich LXI. 1813 gefallen war, als 4. Paragiatsherr.

Heinrich stand in österreichischen Diensten, war Adjutant des Erzherzogs Karl, kämpfte in der Schlacht von Aspern und erhielt für seine Verdienste um das Haus Österreich das Ritterkreuz des Maria-Theresia-Ordens. Nachdem Erzherzog Karl den Oberbefehl verlor, ging er nach England und kämpfte weiter gegen Napoleon.

1828 wurde Heinrich Erbe des Schlosses Ernstbrunn aus dem Besitz des Fürsten von Sinzendorf.

Fürst Heinrich LXIV. wurde 1836 zum Feldmarschallleutnant und 1848 zum General der Kavallerie befördert. Mit seinem älteren Bruder, der auf Seiten Napoleons kämpfte, war er übereingekommen nur Kommandos weitab voneinander zu übernehmen, damit beide sich nie im Felde als Feind gegenüberstünden.

Heinrich LXIV. starb 1856 unverheiratet. Als Fürst Reuß zu Köstritz (älterer Zweig) folgte ihm sein Cousin Heinrich LXIX.

Literatur