Heinrich XV. Reuß zu Greiz

Fürst Heinrich XV. Reuß zu Greiz

Fürst Heinrich XV. Reuß zu Greiz (* 22. Februar 1751 in Greiz; † 30. August 1825 ebenda) war ein österreichischer Feldmarschall.

Leben

Heinrich XV. war ein jüngerer Sohn des Fürsten Heinrich XI. Reuß zu Greiz und dessen erster Gemahlin Gräfin Konradine Reuß zu Köstritz.

Zwar trug Heinrich XV. den Fürstentitel, denn seinem Vater war bei der Erhebung in den Reichsfürstenstand mit der Ehre bedacht worden, dass alle seine männlichen Nachkommen den Fürstentitel annehmen durften, regierender Fürst Reuß zu Greiz war aber Heinrichs älterer Bruder Heinrich XIII.

Er trat in österreichische Dienste und war, nach dessen Regierungsantritt, Generaladjutant von Kaiser Joseph II.

Fürst Reuß zeichnete sich in den Koalitionskriegen aus und wurde wegen seiner Verdienste im Ersten Koalitionskrieg zum Generalmajor und 1809 unter Erzherzog Karl zum Feldzeugmeister befördert. Im selben Jahr erhielt er auch das Ritterkreuz des Maria-Theresia-Ordens.

Gemeinsam mit Carl Philipp von Wrede war er 1813 an dem Vertrag von Ried beteiligt, der die Loslösung Bayerns aus dem Rheinbund besiegelte, weshalb er von Kaiser Franz I. mit dem Großkreuz des Leopold-Ordens ausgezeichnet wurde.

Heinrich XV. wurde erster Generalgouverneur von Venedig, nachdem dieses 1814 an Österreich gefallen war und später Generalkommandeur in Galizien. Nachdem er sich 1824 in das Privatleben zurückgezogen hatte, wurde er von Kaiser Franz noch zum Feldmarschall ernannt. Er starb ein Jahr später unverheiratet in Greiz.

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Trebge, Spuren im Land, Hohenleuben, 2005.
  • Thomas Gehrlein, Das Haus Reuß - Älterer und Jüngerer Linie, Börde Verlag 2006, ISBN 978-3981031539

Weblinks