Heinz Neubrand

Heinz Neubrand (* 5. Juli 1921 in Wien; † 6. Januar 1998 ebenda) war ein österreichischer Musiker (Piano, Hammondorgel, Vibraphon), Komponist, Arrangeur und Orchesterleiter.

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Leben und Wirken

Neubrand lernte bereits als Kind Klavierspiel und studierte in Wien Klavier, Komposition und Musiktheorie. 1933 debütierte er im Wiener Konzerthaus.[1] Er besuchte die Meisterklasse bei Emil von Sauer. 1939/40 trat er als Solopianist in Jacques Guldans Colosseum auf und hatte auch Engagements in Deutschland. Nach Ableistung des Militärdienstes und dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte er eine eigene Sendung (German Made Easy) beim Armeesender Blue Danube Network und spielte mit verschiedenen Wiener Jazz- und Easy Listening-Orchestern, u. a. im Wiener Hot Club.

Aufnahmen entstanden u. a. mit Erwin Halletz (Turn on That Red Hot Heat[2]), Horst Winter (1946, Wer weiß? Wer weiß? Wer weiß?) und 1949/50 unter eigenen Namen (Intime Barmusik auf Austroton[3]), mit Neubrand an der Hammondorgel. Von 1949 bis 1953 arbeitete er für den Sender Rot-Weiß-Rot, außerdem bei Musikproduktionen der Volksoper Wien. Er komponierte in den folgenden Jahren Musik für über 400 Kino- und Fernsehfilme, ferner für Jingles des Senders ORF. Dabei arbeitete er u. a. mit den Wiener Symphonikern und eigenen Big Bands. Neubrandt bekam ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof zugewiesen.

Diskographische Hinweise

  • Pianoparty (Austrocord)
  • Abends in der Taverne (Amadeo)
  • Spielt George Gershwin
  • For Men – Listen to Gershwin

Kompositionen (Auswahl)

  • Der Alte Hut (Doblinger)
  • So Ist Das Leben (Doblinger)
  • 2 Wiener Friedhofslieder (Doblinger)

Filmografie (Auswahl)

Literatur

  • Karina Willam, Halten zu Gnaden, ich bin so frei! - Heinz Neubrand - Ein Mann der ersten Stunde. Edition Spittelberg, Wien 1993

Weblinks

Einzelnachweise

  1. International who's who in music and musicians' directory 1977
  2. W. Bruyninckx - 60 years of recorded jazz 1917-1977, Volume 5
  3. Tom Lord, The jazz discography, Volume 16