Helene Hartmann

Helene Hartmann („letzte Aufnahme“ von Rudolf Krziwanek, 1898)

Helene Hartmann (* 14. September 1843 in Mannheim; † 12. März 1898 in Wien) war eine österreichische Schauspielerin deutscher Herkunft.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Helene Hartmann, geborene Schneeberger, betrat in Mannheim 1860 die Bühne und gehörte dem Nationaltheater ihrer Vaterstadt als jugendliche Liebhaberin bis 1864 an, in welchem Jahr sie Mitglied des Hamburger Thalia-Theaters wurde, nachdem sie bereits im Mai 1863 daselbst erfolgreich gastiert hatte.

Eine Naive ersten Ranges, erweckte sie Heinrich Laubes Aufmerksamkeit, der sie 1865 zu einem Gastspiel ins Burgtheater in Wien einlud und 1867 für dasselbe engagierte.

Seit 1868 Gattin des Hofschauspielers und Regisseurs Ernst Hartmann, erhielt sie 1870 die Ernennung zur wirklichen Hofschauspielerin. Frau Hartmann spielte mit vollendeter Naturwahrheit und besaß, wie Laube ihr nachrühmte, die gewinnende Natürlichkeit eines unbefangenen, fröhlichen Wesens, das echt empfindet und diese Empfindung einfach ausdrückt.

Ihre Tochter, Emilie Hartmann (1877–1953), heiratete 1896 den österreichischen Industriellen Max von Gutmann (1857–1930).

Helene Hartmann, zunächst auf dem Gersthofer Friedhof, Wien-Währing, an der Seite ihres am 1. November 1891 (im 20. Lebensjahr) verstorbenen Sohnes Paul bestattet, wurde am 28. Oktober 1905 exhumiert und in der auf dem Döblinger Friedhof, Wien-Döbling, neu errichteten Familiengruft beigesetzt (Gruppe 20, Nummer 1).[1] In der Grabstelle ruhen unter anderem ihr Mann, Ernst Hartmann, sowie ihr Sohn Paul.

Rollen (Auswahl)

  • Lorle – Dorf und Stadt (Charlotte Birch-Pfeiffer)
  • Louis – Pariser Taugenichts (Jean-François Bayard)
  • Grille – Die Grille (Charlotte Birch-Pfeiffer)
  • Hermance – Kind des Glücks (Charlotte Birch-Pfeiffer)
  • Helene – Vornehme Ehe (Octave Feuillet)
  • Dörte – Hans Lange (Paul Heyse)

Literatur

Portraits

Einzelnachweise

  1. Das neue Grab der Hofschauspielerin Helene Hartmann. In: Wiener Bilder, Nr. 45/1905 (X. Jahrgang), 8. November 1905, S. 8, Mitte links. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wrb.

Weblinks

Meyers Konversationslexikons logo.svg Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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