Helmut Thoma (Manager)

Helmut Thoma (Wien 2009)

Helmut Thoma (* 3. Mai 1939 in Wien) ist ein österreichischer Manager und Pressesprecher.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Thoma machte zunächst eine Ausbildung in einer Molkerei, bis er 1958 an der Abendschule seine Matura nachholte. Anschließend absolvierte er ein Studium für Rechtswissenschaften an der Wiener Universität, wo er 1962 zum Dr. jur. promovierte. Bis 1966 war er in verschiedenen Kanzleien tätig und machte Praktika im Gericht. Danach war er juristischer Mitarbeiter beim ORF, wo er von 1968 bis 1973 die Rechtsabteilung leitete. Dann wechselte er als Prokurist der Generalvertretung zu Radio Luxemburg (IPA), bevor er 1975 alleiniger Geschäftsführer wurde.

Helmut Thoma wurde 1982 Programmdirektor von Radio Luxemburg und übernahm 1984 die Direktion des Privatfernsehens von RTLplus in Luxemburg. Ab 1986 war er Sprecher der Geschäftsführung von RTLplus Deutschland Fernsehen GmbH & Co. KG, welche er sich zunächst mit Erich Staake teilte. Nachdem Erich Staake 1991 zu Bertelsmann zurückkehrte, war Helmut Thoma alleiniger Geschäftsführer. Im Jahr 1998 übergab er diesen Posten an seinen Landsmann Gerhard Zeiler.

Nach seiner Tätigkeit bei RTL war Thoma von 1998 bis 2002 Medienbeauftragter des damaligen Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Wolfgang Clement.

In der Folge schrieb Thoma Kolumnen für die Wirtschaftswoche. Des Weiteren ist er Ehrensenator der Business and Information Technology School (BiTS)[1] in Iserlohn, Aufsichtsrat der freenet AG[2] und seit 2007 Aufsichtsrat des Sparten-TV-Senders Deutsches Anleger Fernsehen (DAF), der dem umstrittenen „Börsen-Guru“ Bernd Förtsch gehört. Im Sommer 2007 gründete er das Medienberatungsunternehmen TT-Studios.

Kritik

Anfang November 2010 geriet er mit einer unbedachten Aussage in die Schlagzeilen: In einem Interview mit der Welt am Sonntag gestand er, sich in der Vergangenheit als Grabräuber betätigt zu haben.[3] Die in der antiken Stätte Palmyra in Syrien geraubten Artefakte sind noch immer in seinem Privatbesitz, deutsche und österreichische Archäologen reagierten empört[4].

Preise und Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Business and Information Technology School
  2. Aufsichtsratsvorsitz
  3. Welt am Sonntag vom 6. November 2010
  4. Epoc
  5. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952

Weblinks