Henneburg (Deutschfeistritz)

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Henneburg
Alternativname(n): Burg Henneberg, Burg Himberg
Entstehungszeit: Mitte des 12. Jahrhunderts
Burgentyp: Spornburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: Hochfreie
Bauweise: quaderförmig behauenes Bruchsteinmauerwerk
Ort: Deutschfeistritz
Geographische Lage 47° 12′ 23″ N, 15° 17′ 46″ O47.20638888888915.296111111111Koordinaten: 47° 12′ 23″ N, 15° 17′ 46″ O
Henneburg (Steiermark)
Henneburg

Die Ruine der Henneburg liegt in Prenning in der Gemeinde Deutschfeistritz in der Steiermark. Ihre Geschichte geht bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Burg liegt östlich von Deutschfeistritz in der Katastralgemeinde Prenning. Sie steht auf einem Bergrücken, der in östlicher Richtung vom Himberg zum Feistergraben abzweigt. Diese felsige Kuppe fällt nach Norden, Osten und Süden hin steil ab. Der Zugang zur Burg erfolgt aus westlicher Richtung über einen Felsgrat.[1]

Geschichte

Die Burg wurde wahrscheinlich um die Mitte des 12. Jahrhunderts von Konrad von Feistritz erbaut. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1147. Um 1319 wurde sie bereits wieder verlassen. Sie wurde im 19. Jahrhundert wieder lokalisiert, geriet aber wieder in Vergessenheit. In der Mitte des 20. Jahrhundert wurde sie wieder entdeckt und gegen Ende dieses Jahrhunderts auch erstmals vermessen und untersucht.[1][2]

Beschreibung

Da die Burg schon recht früh verlassen wurde, hat sich ihr hochmittelalterlicher Charakter erhalten. Sie ist ein seltenes Beispiel einer kleinen, baulich unveränderten, romanischen Burg. Die Anlage wurde im Westen von einem in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Halsgraben geschützt. Der Halsgraben macht im nördlichen Teil der Burg einen Knick nach Osten, an dem Burghügel entlang, und wurde von dort ab von einem Wall begleitet. Ursprünglich verlief eine polygonale Ringmauer von rund 1,5 Metern Stärke entlang des Geländeabbruchs. An der Südseite ist davon ein etwa 15 Meter langer und 6 Meter hoher Teil erhalten. Die Ringmauer wurde um 1200 aus relativ regelmäßigem Quadermauerwerk aus behauenem Kalkstein mit einem Mauerkern aus fischgrätartig versetzten Steinen errichtet.[1][2]

Das unregelmäßig viereckige Turmhaus mit abgeschrägten Ecken aus behauenen Steinquadern befand sich in der nordwestlichen Ecke des Burghofes. Heute weisen nur mehr einige Mauerreste an der Westseite und den Ecken sowie Geländeerhebungen auf das Bauwerk hin. Im Burghof befand sich vermutlich ein heute nicht mehr erhaltenes Wohngebäude.[1][2]

Quellen

  •  Werner Murgg, Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Burgruinen der Steiermark (= B. 2). Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H, Wien 2009, ISSN 1993-1263, S. 52–53.
  • Henneberg / Himberg. www.burgenseite.com, abgerufen am 18. Februar 2012 (deutsch).

Einzelnachweise

  1. a b c d  Werner Murgg, Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Burgruinen der Steiermark (= B. 2). Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H, Wien 2009, ISSN 1993-1263, S. 52–53.
  2. a b c Henneberg / Himberg. www.burgenseite.com, abgerufen am 18. Februar 2012 (deutsch).