Herbert Pichler

Herbert Pichler (* 25. September 1921 in Mies, Gemeinde Seekirchen am Wallersee, Salzburg) ist ein österreichischer Mediziner mit Forschungsschwerpunkt Weltraummedizin und Unternehmer.

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Leben

Seine Jugend verbrachte Pichler in Wien, wo er vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges mit dem Medizinstudium begann. Zu Beginn des Krieges musste er den Reichsarbeitsdienst und später Militärdienst ableisten, wo er 1941 schwer verwundet wurde. Aufenthalte in Lazaretten verbrachte er zum Teil mit dem Schauspieler Heinz Conrads.

Nach Kriegsende beendete Pichler sein Medizinstudium in Innsbruck. Während der folgenden Tätigkeit als Arzt in Zürich entdeckte er 1947 die Penicillin-Allergie.

In Wien folgte die Facharztausbildung für Hals-Nasen-Ohren an der Universitätsklinik. Während dieses Studiums setzte er Forschungen des Nobelpreisträgers Róbert Bárány am Gleichgewichtsorgan fort, was ihn auch zu Themen der Raumfahrt führte. Anfang der 1960er führten diese Forschungen zu einer Zusammenarbeit mit Wernher von Braun.

In der Öffentlichkeit bekannt wurde Pichler erst durch seine Kommentare zu den Gemini- und Apollomissionen im ORF. Unter Helmut Zilk bekam er eine eigene Fernsehserie mit dem Titel Der Mensch im Weltraum. Der wahre Durchbruch gelang ihm aber erst bei der Fernsehübertragung der Mondlandung 1969, wo er mit dem sonst eher trockenen Thema einen Großteil des Fernsehpublikums erreichte. Er war 28 Stunden und 28 Minuten ohne Pause im Einsatz und wurde fortan vom Volksmund mit dem Spitznamen "Mondpichler" bedacht.[1]

Schon 1949 gründete er gemeinsam mit dem Chemiker Herbert Punzengruber das noch heute bestehende Pharmaunternehmen Sigmapharm.

Werke

  • Die Mondlandung, 1969

Auszeichnungen

  • 1948 Schweizer Doktorat der Medizin

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://orf.at/090714-40460/index.html Die "Apollo 11"-Mission als erstes globales Fernsehereignis