Herbert Propst

Herbert Propst (* 21. Mai 1928 in Wien; † 6. Februar 1997 ebenda) war ein österreichischer Schauspieler.

Herbert Propst wurde in Wien geboren und hat dort am Realgymnasium XVII maturiert. Nach Absolvierung der Mittelschule begann er zunächst Theologie zu studieren, änderte dann aber seine Ziele und war für einige Jahre als Beamter bei der Postsparkasse tätig. Seinem Entschluss, die Schauspielerei zu verfolgen, folgte der Besuch der Schauspielschule Krauss. Dort bestand er die Abschlussprüfung im zweiten Anlauf.

Seine nächsten Schauspiel-Stationen: zwei Jahre Klagenfurt, fünf Jahre Graz, ein Jahr Kassel, ein Jahr Salzburg, wo ihn Direktor Leon Epp 1961 für das Wiener Volkstheater engagierte. Dort gehörte er dem berühmten Nestroy-Ensemble unter Gustav Manker an und spielte, meist als Partner von Heinz Petters, mit Hilde Sochor, Brigitte Swoboda, Rudolf Strobl und Dolores Schmidinger: Florian Fett in „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ (1964), Spekulant Goldfuchs in „Zu ebener Erde und erster Stock“ (1967), Bierversilberer Spund in „Der Talisman“ (1969), Winkelschreiber Dickkopf in „Heimliches Geld, heimliche Liebe“ (1972), Gewürzkrämer Zichori in „Das Gewürzkrämerkleeblatt“ (1972), Simplicius Berg in „Gegen Torheit gibt es kein Mittel“ (1973), Schuster Pfriem in „Höllenangst“ (1977) und Wampl in „Die schlimmen Buben in der Schule“ (1978).

Propst spielte am Volkstheater die Titelrolle in Frank Wedekinds "Der Marquis von Keith", Mauler in Bertolt Brechts "Die heilige Johanna der Schlachthöfe", Woyzeck in Georg Büchners "Woyzeck", den Oskar in Ödön von Horvaths "Geschichten aus dem Wiener Wald" (Karl-Skraup-Preis) und in der Uraufführung von Wolfgang Bauers "Change" (1969). Ab 1980 spielte Propst am Wiener Burgtheater.

Propst spielte nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Fernsehen, so in Der alte Richter und anderen österreichischen Fernsehserien. Herbert Propst war Träger der Kainz-Medaille. Er wurde am Wiener Zentralfriedhof bestattet.

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