Hermann Wiesflecker

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Kriegsdienst, Verwundung, erste Ehe, Nachkommen (vgl. [1]) --Flominator 15:05, 17. Jun. 2012 (CEST)
Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber bitte kopiere keine fremden Texte in diesen Artikel.

Die Hauptautoren wurden noch nicht informiert. Bitte benachrichtige sie!

Hermann Wiesflecker (* 27. November 1913 in Lienz; † 19. September 2009 in Graz)[1] war ein österreichischer Historiker und Universitätsprofessor an der Universität Graz. Zudem hatte er von 1964 bis 1965 die Funktion des Rektors inne.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Wiesflecker hat sich besonders der Landesgeschichte und der Erforschung des Zeitalters Kaiser Maximilians I. gewidmet. Er war Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Historischen Landeskommission für Steiermark[2] und der Studentenverbindungen A.K.V. Tirolia Innsbruck, AKV Aggstein Wien und AV Winfridia Graz im ÖKV.[3][4] Hermann Wiesflecker wurde am Christkönigsfest 1960 in Linz in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem investiert.

Wiesflecker starb im Alter von 96 Jahren an den Folgen eines Sturzes[5] und wurde auf dem Friedhof in Graz Leonhard beigesetzt.

Wirken

Seit 1951 war Wiesflecker Mitglied der Historischen Landeskommission für Steiermark, 2002 wurde er Ehrenmitglied dieser Kommission.

Im Jahr 1959 publizierte er zum 100. Todestag von Erzherzog Johann eine Biographie des in der Steiermark sehr populären Bruders von Kaiser Franz I. Sein Lebenswerk war aber die Herausgabe von Arbeiten über das Zeitalter Kaiser Maximilians I., darunter das fünfbändige Werk Kaiser Maximilian I. Das Reich, Österreich und Europa an der Wende zur Neuzeit. Bis zuletzt arbeitete Wiesflecker mit seiner zweiten Ehefrau Ingeborg Wiesflecker-Friedhuber an der Publikation von Regesten, also Zusammenfassungen von Urkunden aus der Zeit Maximilians I. aus ganz Europa.

Werke

  • Ausgewählte Regesten des Kaiserreichs unter Maximilian I. 1493–1519. Bearb. von Hermann Wiesflecker unter Mitwirkung von Manfred Hollegger, Ingeborg Wiesflecker-Friedhuber u. a. Bisher Bde I/1-3, II/1-2, III/1-2 (= J. F. Böhmer, Regesta Imperii XIV, Wien/Köln/Weimar 1989–1998)
  • Kaiser Maximilian I. Das Reich, Österreich und Europa an der Wende zur Neuzeit, 5 Bde (Wien und München 1971–1986)
  • Maximilian I. Die Fundamente des habsburgischen Weltreiches (Wien und München 1991)
  • Österreich im Zeitalter Maximilians I. Die Vereinigung der Länder zum frühmodernen Staat. Der Aufstieg zur Weltmacht (Wien und München 1999)
  • Die Regesten der Grafen von Görz und Tirol, Herzoge in Kärnten, Bde 1 und 2/1 (= Publikationen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 4/I/1 und 4/I/2, Innsbruck 1949–1952)

Auszeichnungen (Auszug)

Literatur

  • Erwin Kolbitsch: Univ.-Prof Dr. Hermann Wiesflecker zur Vollendung seines 75. Lebensjahres, in: Osttiroler Heimatblätter vom 27. Oktober 1988. (online abgefragt am 26. September 2009)
  • Walter Höflechner, Helmut J. Mezler-Angelberg, Othmar Pickl (Hg.): Domus Austriae. Eine Festgabe Hermann Wiesflecker zum 60. Geburtstag, Graz 1983.
  • Fritz Fellner, Doris A. Corradini (Hrsg.): Österreichische Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert. Ein biographisch-bibliographisches Lexikon. Böhlau, Wien u. a. 2006, ISBN 978-3-205-77476-1, S. 452f. (Veröffentlichungen der Kommission für Neuere Geschichte Österreichs 99).
  • D.B.: Wiesflecker. Hermann Paul

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Todesanzeige in Kleine Zeitung vom 24. September 2009, S.61.
  2. Todesanzeige in Kleine Zeitung vom 26. September 2009, S.73.
  3. Todesanzeige in Kleine Zeitung vom 26. September 2009, S.72.
  4. KV-Jahrbuch 2006
  5. Kleine Zeitung vom 22. September 2009, S.14.
  6. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952
Vorgänger Amt Nachfolger
Franz Sauer Rektor der Universität Graz
1964–1965
Anton Tautscher