Hertha Schober-Awecker

Hertha Schober-Awecker (* 18. August 1922 in Salzburg; † 1989) war eine österreichische Historikerin.

Leben und Wirken

Sie kam schon als Kind nach Linz, besuchte dort Volks- und Mittelschule und studierte anschließend in Graz, unterbrochen durch Kriegseinsatz und Gefangenschaft. Bereits während der Arbeit an ihrer Disseratation (Aufhebung des Klosters Mondsee) kam sie mit dem Oberösterreichischen Landesarchiv und seinen Wissenschaftern in Kontakt und lernte ihren späteren Mann, den Heimatforscher Friedrich Schober kennen, den sie 1960 heiratete.

Zu ihrer Tätigkeit beim Kulturamt des Magistrates Linz gehörte die Mitarbeit am großen Linzer Regestenwerk, das als Linzer Regesten und Handschriftliche Quellen zur Geschichte der Stadt Linz in oberösterreichischen Archiven 1964 publiziert wurde.

1961 trat sie der Mühlviertler Künstlergilde bei, führte von 1963 bis 1968 die Geschäfte und arbeitete im Redaktionsteam sowie als Autorin bei den Mühlviertler Heimatblättern mit und war schließlich von 1968 bis 1972 Präsidentin der Künstlervereinigung.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Ihren Schwerpunkt als Historikerin legte sie auf Siedlungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte und veröffentlichte Aufsätze teils in Zeitungen, teils in Periodika wie beispielsweise in den Jahrbüchern der Stadt Linz, in den Oberösterreichischen Heimatblättern, in den Mühlviertler Heimatblättern.

1952 erschien das erste selbständige Buch Mondsee – Markt, Kloster, Land und zwei Jahre später folgte Lasberg, Geschichte des Marktes und seiner Umgebung.

1954 entstand gemeinsam mit Friedrich Schober und Benno Ulm ein Führer durch Freistadt sowie 1958 eine Sonderpublikation des Kulturamtes Linz Die Linzer Stadtwaage.

Literatur

  • Rudolf Pfann: Hertha Schober-Awecker, in: Mühlviertler Heimatblätter. Jg. 7 (1967), Heft 1/2, S. 2 f.