Hirlatzhöhle

Hirlatzhöhle
Hauptportal der Hirlatzhöhle

Hauptportal der Hirlatzhöhle

Lage: Oberösterreich, Österreich
Höhe: 870 m ü. A.
Geographische
Lage:
47° 32′ 42,7″ N, 13° 37′ 56,6″ O47.54519444444413.632388888889870Koordinaten: 47° 32′ 42,7″ N, 13° 37′ 56,6″ O
Hirlatzhöhle (Oberösterreich)
Hirlatzhöhle
Typ: Karsthöhle
Entdeckung: 1949 durch Karl Pilz aus Hallstatt
Gesamtlänge: 100.068 m (vermessen)dep1
Niveaudifferenz: 1.073 m (vermessen)dep1
Website: Höhlenverein Hallstatt / Obertraun

Die Hirlatzhöhle an der Nordflanke des Hirlatz im Dachsteingebirge bei Hallstatt ist mit 100.068 m Länge und 1.073 m Tiefe (erforscht) die derzeit zweitlängste bekannte Höhle Österreichs.

Inhaltsverzeichnis

Geographisches

Das System erstreckt sich vom Oberfeld im Osten bis zum Gamskogel im Westen. Die Höhle verfügt über fünf Eingänge. Drei davon sind nur für Taucher benutzbar, ein weiterer liegt in einer steilen Felswand. Aufgrund dieser Umstände bleibt für die effiziente Erforschung faktisch nur ein nutzbarer Eingang, was für Befahrungen, vor allem in tagfernen Bereichen, aufwändige Expeditionen von mehreren Tagen nach sich zieht.

Forschung

In der Hirlatzhöhle wird noch ständig geforscht. Die Forschungen werden vom Verein für Höhlenkunde Hallstatt-Obertraun koordiniert. Die Höhle ist ganzjährig verschlossen.

Der letzte Meilenstein im Längenzuwachs entstand durch den Zusammenschluss der Oberen Brandgrabenhöhle (Kataster Nr. 1546/6) mit der Hirlatzhöhle am 28. Dezember 2011 durch den Höhlentaucher Gerhard Wimmer, durch den die Hirlatzhöhle erstmals mehr als 100 km umfasst.[1]

Weltrekord

Im Jänner 2005 durchtauchte Ulrich Meyer 11.500 m vom Eingang entfernt zwei Siphone. Dieser Tauchgang in so großer Entfernung zum Höhleneingang ist Weltrekord.

Literatur

  • Gottfried Buchegger, Walter Greger (Red.): Die Hirlatzhöhle im Dachstein, ARGE Hirlatzhöhlenbuch, Hallstatt 1998, ISBN 3-9500833-0-8
  • ARGE Hirlatzhöhlendokumentation (Hrsg.). 2001: Die Hirlatzhöhle im Dachstein. Henndorf. CD-Rom. ISBN 3-9500833-1-6.
  • M. Meyberg, B. Rinne: Tauchen in der Hirlatzhöhle. Die Hirlatzhöhle im Dachstein, Red. G. Buchegger und W. Greger, PYTHEAS Verlag Budapest, Hallstatt (1998).
  • P. Hübner: Vorstoß ins Wadiland, Höhlenkundliche Vereinsinformation des Vereines für Höhlenkunde Hallstatt-Obertraun, 22 (2000) S. 43-47, Hallstatt.

Einzelnachweise

  1. Hirlatzhöhle mit Oberer Brandgrabenhöhle verbunden, 9. Januar 2012.

Weblinks

 Commons: Hirlatzhöhle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien