Hochbuchberg

Hochbuchberg
Blick auf Hochbuchberg

Blick auf Hochbuchberg

Höhe 835 m ü. A.
Lage Oberösterreich, Österreich
Geographische Lage 48° 20′ 6″ N, 14° 48′ 28″ O48.33488888888914.807888888889835Koordinaten: 48° 20′ 6″ N, 14° 48′ 28″ O
Hochbuchberg (Oberösterreich)
Hochbuchberg
Normalweg Wanderung (Spazierweg)

Der Hochbuchberg befindet sich in der Gemeinde Pabneukirchen und ist dort nach dem Koglerberg (882 m) der zweithöchste Berg. Der Berg wird auch oft als „Dach des Strudengaus“ bezeichnet und gilt als das Wahrzeichen und als „Hausberg“ von Pabneukirchen. Er dient den Bewohnern der Marktgemeinde als Erholungs- und Ausflugsgebiet. Ein Wanderweg mit mehreren Aussichtspunkten führt um den Berg und bietet Ausblick auf die umliegenden Gemeinden.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Umgebung

Der Hochbuchberg befindet sich in der Ortschaft Wetzelsberg und kann über den Güterweg Hochbuchberg befahren werden. Der Berg ist mit drei Bauernhöfen besiedelt - zwei davon (Unterbuchberger, Mitterbuchberger) befinden sich am Fuße des Berges, der Dritte (Hochbuchberger) ist knapp unter dem Gipfel angesiedelt.

Geschichte

In der Marktchronik heißt es: „Am 24. Juli 1898 feierliche Eröffnung der Kaiserwarte am Hochbuchberg (hat Pfarrer Dr. Vinzenz Koberger auf seine Kosten erbauen lassen).“[1] Am 1. Juni 1924 schlug ein Blitz in die Kaiserwarte ein und zertrümmerte vier Säulen auf der Nordwestseite und drei Säulen der Südostseite. Daraufhin wurde der Turm rot angestrichen und es wurden Blitzableiter angebracht. Die Kosten hierfür wurden wiederum von Pfarrer Koberger getragen.[2] 2008 wurde die Errichtung einer „Strudengauwarte“ (Wiedererrichtung der ehemalige Kaiserwarte) am Hochburgberg diskutiert[3].

Kaiserwarte am Hochbuchberg, 1898

Sagen und Legenden

Laut einer Sage soll das Innere des Hochbuchbergs einen mächtigen See in sich bergen, dessen Wasser hervorbrechen und die Gegend überfluten könnte:[4]

„Eines schönen Tages im vorigen Jahrhundert ging ein Bauer, der in der Nähe des Hochbuchberges wohnte, zu seinem Schwager nach Bad Kreuzen. Dort wollte er erstens einmal seiner Schwester einen Besuch abstatten und zweitens einen Handel anbahnen. Eine gute Milchkuh wollte er in absehbarer Zeit erwerben, und sein Schwager verstand etwas davon. Nach dem Mittagessen ging er von daheim weg, und am halben Nachmittag erreichte er sein Ziel. Viel gab es vorerst zu erzählen, und so verging die Zeit wie im Flug. Nach einer ausgiebigen Jause wurde noch über die Wirtschaft gesprochen und in Haus und Stall Umschau gehalten. Sein Schwager verriet ihm einige günstige Käufe, und über dieses angeregte Gespräch war es Nacht geworden. Nun verabschiedete er sich und machte sich auf den Heimweg.Es war eine stockfinstere Neumondnacht. Der Bauer kannte aber den Weg, außerdem war er nicht ängstlich. Als er in die Nähe des Hochbuchberges und seines Anwesens kam, hörte er unvermittelt ein dumpfes Grollen. Er blieb stehen und horchte in die finstere Nacht hinein. Als es wieder ruhig geworden war, setzte er etwas schneller seinen Weg fort. Doch plötzlich drang ein noch stärkeres Grollen und Rauschen an sein Ohr. Es kam ganz deutlich vernehmbar aus dem Hochbuchberg. Erschrocken eilte er nach Hause. Daheim empfingen ihn seine Frau, die Kinder und die Dienstboten in höchster Aufregung und Furcht. Am ganzen Körper zitternd, erzählten sie vom vorhin Erlebten. Auch der Bauer berichtete von seinem Erlebnis. Allen war die Angst ins Gesicht geschrieben. Sie verschlossen Hof- und Haustür, konnten aber die ganze Nacht kein Auge zutun, zu groß war ihre Aufregung und Angst. Als am nächsten Tag, einem herrlichen Frühlingstag, die Bewohner der Gegend um den Hochbuchberg sich trafen, galt ihr Gespräch nur dem Ereignis der vergangenen Nacht. Seit dieser Zeit erzählt man, dass im Hochbuchberg ein See sein soll. Eines Tages, in unbekannter Zukunft, wird dieser See hervorbrechen und ganz Pabneukirchen überschwemmen.“[5]

Wanderwege

Ein beschilderter Wanderweg „Hubertus-Hochburg-Rundweg -- Ausblick vom Pabneukirchner Hausberg“führt über den Hochbuchberg.[6][7].

Sehenswertes am Hochbuchberg

Marktblick

Aussichtsplattform und Rastplatz auf 720 Meter mit einer aus Holz und Stahl gefertigten Panoramatafel, auf welcher die umliegenden Gemeinden und Berge aufgezeichnet und beschrieben sind.

Alpenblick

Aussichtsplattform und Rastplatz auf 835 Meter mit einer aus Holz und Stahl gefertigten Panoramatafel, auf welcher die umliegenden Gemeinden und Berge aufgezeichnet und beschrieben sind.

Vinzenz-Koberger-Stein

Dechant Vinzenz Koberger (1890-1924)

Der Stein wurde nach Vinzenz Koberger (1890-1924) benannt, der ab 1899 Dechant in Pabneukirchen war und 1902 aufgrund seiner patriotischen Gesinnung und der humanitären Betätigung nach den großen Bränden in Riedersdorf 1899 und Pabneukirchen 1899 und 1907 die Ehrenbürgerschaft der Marktgemeinde Pabneukirchen erhalten hatte.[8] [9]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Marktgemeinde Pabneukirchen: PABNEUKIRCHEN Eine heimatkundliche Darstellung von einst und jetzt, 1988, S. 23.
  2. Neuer illustrierter Führer von Grein und Umgebung sowie durch das Machland, Bahnstrecke Mauthausen-Grein mit einem Anhange 'Die Donautalbahn Grein-Krems' von Ludwig Commenda. Buch S. 188. Die digitale Landesbibliothek Oberösterreichs. Abgerufen am 17. Jänner 2013.
  3. Bürgermeisterbrief Pabneukirchen, Ausgabe 02-2008, 5. März 2008. Website der Gemeinde Pabneukirchen. Abgerufen am 12. Januar 2013.
  4. Wendelin Richter: Die Sage vom Hochbuchberg und Ameisenberg. In: Historische Daten und Sagen über Kirchen, Klöster und Burgen im politischen Bezirke Perg. zweite Auflage 1908, S. 22-23.
  5. Sage vom Hochbuchberg. Website der Gemeinde Pabneukirchen. Abgerufen am 5. Januar 2013.
  6. Wanderwegenetz. Website der Gemeinde Pabneukirchen. Abgerufen am 16. Januar 2013.
  7. Wanderweg Hubertus-Hochburg-Rundweg. Website der Region Strudengau. Abgerufen am 14. Januar 2013.
  8. Marktgemeinde Pabneukirchen: PABNEUKIRCHEN Eine heimatkundliche Darstellung von einst und jetzt, 1988, S. 100.
  9. Neuer illustrierter Führer von Grein und Umgebung sowie durch das Machland, Bahnstrecke Mauthausen-Grein mit einem Anhange 'Die Donautalbahn Grein-Krems' von Ludwig Commenda. Buch S. 188. Die digitale Landesbibliothek Oberösterreichs. Abgerufen am 17. Jänner 2013.