Hochobir

Obir
Petzen (links), Obir (Mitte), Schwarzer Gupf (rechts, 1688 m) von der Sattnitz über das Drautal

Petzen (links), Obir (Mitte), Schwarzer Gupf (rechts, 1688 m) von der Sattnitz über das Drautal

Höhe 2139 m ü. A.
Lage Kärnten, Österreich
Gebirge Karawanken, Karawanken und Bachergebirge
Dominanz 15,8 km → Mrzla gora
Schartenhöhe 1071 m ↓ Schaidasattel
Geographische Lage 46° 30′ 22″ N, 14° 29′ 14″ O46.50611111111114.4872222222222139Koordinaten: 46° 30′ 22″ N, 14° 29′ 14″ O
Hochobir (Kärnten)
Hochobir
Gestein Wettersteinkalk
Alter des Gesteins Ladinium-Karnium
Hochobir, Gipfelrinne

Hochobir, Gipfelrinne

pd5

Der Obir (slowenisch Obir) in Kärnten ist das höchste Bergmassiv der Nord-Karawanken. Er gipfelt im 2139 m ü. A. hohen Hochobir (slowenisch Ojstrc). Weitere Erhebungen sind der Kuhberg (2026 m), der Kleinobir (1948 m), der Vielspitz (1624 m) und der Altberg (1552 m). Im östlichen Teil des Bergmassives finden sich die zur Schauhöhle ausgebauten Obir-Tropfsteinhöhlen, im nördlichen Teil der Wildensteiner Wasserfall. Von 1891 bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg befand sich am Gipfel mit der Hannwarte eine meteorologische Station.

Inhaltsverzeichnis

Bergname

Der Name Obir ist 1637 als Obier belegt und kann auf das slowenischen Wort ober - Riese, eigentlich Aware. zurückgeführt werden.[1] Die Bezeichnung „Hochobir“ übertrug sich vom gleichnamigen gipfelnahen Bergbaugebiet auf den Obir-Gipfel, die slowenische Bezeichnung Ojstrc bedeutet Spitz.

Historisches

Vom früheren Bleibergbau am Obir zeugen noch zahlreiche Stollen. Zu besichtigen ist die bei Bergbauarbeiten entdecken Obir-Tropfsteinhöhle. Die höchstgelegene Grube in Gipfelnähe mit ihrem Knappenhaus auf 2043 m trug den Namen Hochobir. Hier wurden seit 1846 meteorologische Beobachten angestellt und von 1878 bis 1880 die meteorologische Station Hochobir als eine der ersten Wetterstationen in den Alpen samt alpinen Schutzhaus (Rainer-Schutzhaus) eingerichtet. 1891 wurde die Station durch die Hannwarte am Obir-Gipfel erweitert. Unterhalb des Gipfels sind noch Reste des Rainer-Schutzhauses zu finden, das ebenso wie die frühere Hannwarte auf dem Gipfel im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.

Touristische Erschließung

Der Hochobir-Gipfel ist von der Eisenkappler Hütte (1553 m) in einer leichten, ca. zweistündigen Wanderung zu erreichen. Zur Hütte führt eine 16 Kilometer lange Mautstraße. Diese ist vom Ebriachtal abzweigend von Bad Eisenkappel oder vom Schaidasattel (1068 m) erreichbar. Vom Gipfel hat man einen Rundumblick. Man kann im Westen bis zu den Hohen Tauern, im Norden bis zur Saualpe und im Osten bis zur Petzen schauen. Im Süden wird der Blick durch die Karawanken und Steiner Alpen begrenzt.


Panorama des Hochobir, September 2011

Literatur

Quellen

  1. Bergnamen in Österreich von Heinz Dieter Pohl

Weblinks