Hoerbiger Holding

HOERBIGER Holding AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1925
Sitz Zug, Schweiz
Leitung Martin Komischke
(Geschäftsführung (Vorsitz))
Marcus Flubacher
(VR-Präsident)
Mitarbeiter 6'800 (2011)
Umsatz 1'048 Mio. EUR (2011)
Branche Kompressortechnik, Automatisierungstechnik, Antriebstechnik
Website www.hoerbiger.com

Die Hoerbiger Holding AG mit Sitz in Zug ist ein Schweizer Maschinenbaukonzern, mit Aktivitäten in den Bereichen Kompressortechnik, Automatisierungstechnik und Antriebstechnik. Er hat seinen Ursprung in der 1925 von Hanns Hörbiger in Wien gegründeten Handelsgesellschaft Hoerbiger & Co und ist heute in 50 Ländern mit mehr als 160 Produktions- und Servicestandorten vertreten.[1] Der Hoerbiger Konzern beschäftigte Ende 2010 6'700 Mitarbeiter.[2]und erwirtschaftete einen Umsatz von 948 Millionen Euro.[2]

Inhaltsverzeichnis

Tätigkeitsgebiet

Hoerbiger ist in den drei Unternehmensbereichen Kompressortechnik, Automatisierungstechnik und Antriebstechnik tätig.

Im Bereich Kompressortechnik entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen Systeme und Komponenten für Kompressoren und Erdgasmotoren her und bietet hierzu die entsprechenden Serviceleistungen.

Die Sparte Automatisierungstechnik umfasst Pneumatik- und Hydraulikkomponenten für die Automobilindustrie und den Maschinenbau.

Der Bereich Antriebstechnik beinhaltet Systeme zum Schalten und Kuppeln von Antriebsträngen in Personenwagen und Nutzfahrzeugen.

Geschichte

Die Wurzeln des heutigen Unternehmens liegen in dem von Hanns Hörbiger und Friedrich Wilhelm Rogler in Budapest gegründetem Ingenieurbüro, das 1903 nach Wien verlegt wurde. Daraus entwickelte sich 1925 die Handelsgesellschaft Hoerbiger & Co. Alfred Hörbiger, einer der Söhne Hörbigers, trat 1925 in die Firma ein und übernahm die Geschäftsleitung, während sich Hanns Hörbiger bis zu seinem Tod 1931 wissenschaftlichen Studien widmete.

Unter der Leitung von Alfred Hörbiger entwickelt sich das Unternehmen bis Mitte der 1940 rasant und wurde zu einem führenden Hersteller in der Ventil- und Regelungstechnik für Kompressoren. 1945 wurde das Hauptwerk in Wien-Simmering weitgehend zerstört, mit ihm auch Teile des geistigen Eigentums der Firma. Die Produktion konnte indessen in Ausweichwerkstätten fortgesetzt werden.

Alfred Hörbiger starb im Juli 1945. Nach dessen Tod übernahm seine Witwe Martina Hörbiger die Leitung des Unternehmens. 1958 stieg Hoerbiger in die Antriebstechnik ein und 1972 auch in die Automatisierungstechnik. Schon im Jahr 1967 erhielt das Unternehmen die Staatliche Auszeichnung und darf seither das österreichische Bundeswappen im Geschäftsverkehr verwenden.

Nach dem Tod von Martina Hörbiger 1989 wurde das Unternehmen neu geordnet. Sämtliche Aktivitäten wurden in einer Holding zusammengefasst, die sich mehrheitlich im Besitz der Hoerbiger-Stiftung in Zug befindet. Martina Hörbiger hatte diese noch vor ihrem Tod in Basel gegründet. Aus der Reorganisation entstanden die heutigen drei Unternehmensbereiche Kompressortechnik, Automatisierungstechnik und Antriebstechnik.

1997 wurde die Hoerbiger Holding AG als operative Dachholding in der Schweiz gegründet. Sie setzt seither die langfristigen strategischen Rahmenbedingungen.

Das Sitzkomfort-Segment wurde im Oktober 2010 an die französische Faurecia verkauft.[3]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hoerbiger Konzern – Märkte.
  2. a b Hoerbiger Konzern – Zahlen.
  3. Faurecia übernimmt Sitzkomfort-Segment von Hoerbiger Automotive. auf: automobil-produktion.de 26. Oktober 2010.