Hofgarten (Innsbruck)

Der Hofgarten von der Hungerburg (von Norden) aus gesehen
Musikpavillon im Innsbrucker Hofgarten

Der Innsbrucker Hofgarten ist ein denkmalgeschützter Park in Innsbruck (Bundesland Tirol, Österreich) am Rande der Altstadt, angrenzend an Hofburg, Kongresshaus und Tiroler Landestheater. Seit ihrem rund 600jährigen Bestehen erfuhr die 10 ha große Anlage als gartenstilistische Höhepunkte die Wandlung vom Augebiet über Renaissance- und Barockgarten bis zur aktuellen Gestaltung im Englischen Landschaftsstil seit ca. 150 Jahren. Die letzte Umgestaltung hat Friedrich Ludwig von Sckell konzipiert, ausgeführt wurde sie aber erst vier Jahrzehnte später und wesentlich vom Sckell´schen Vorschlag abweichend von einem unbekannten Meister.

Verwaltet wird der Innsbrucker Hofgarten von den Österreichischen Bundesgärten, einer nachgeordneten Dienststelle des Lebensministeriums.

Der Hofgarten ist ein Naherholungsgebiet inmitten der Innenstadt mit einem interessanten und vielfältigen Baumbestand, einer Teichanlage, einem modernen Kinderspielplatz, einem Palmenhaus und einem beliebten Gartenrestaurant.

Für die Pflege des Parks ist die Hofgartenverwaltung zuständig. Bemerkenswert ist, dass es im Park noch Pflanzen gibt, die von der österreichischen Kaiserin Maria Theresia persönlich gepflanzt worden sind. Im Zentrum des Parkes befindet sich ein Pavillon aus dem Jahre 1733, in dem zahlreiche Veranstaltungen - vorwiegend Konzerte - stattfinden, während Schachturniere auf zwei überdimensionalen Schachanlagen ausgetragen werden.

Im Hofgarten wird eine Liegewiese beim Kinderspielplatz angeboten, da das Betreten des Zierrasens mit Rücksicht auf seine geringe Belastbarkeit nicht erlaubt ist.

Im Palmenhaus wird eine ca. 1.700 Arten umfassende Pflanzensammlung dargeboten, welche prinzipiell werktags zu besichtigen ist. Während der temporär abgehaltenen Bilder- und Skulpturenausstellungen in der Sommersaison kann es auch an Wochenenden besucht werden.

Literatur

  • Kurt Walde: Der Innsbrucker Hofgarten und andere Gartenanlagen in Tirol, Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 1964
  • Monika Frenzel: Historische Gartenanlagen und Gartenpavillons in Tirol, Dissertation, Innsbruck, 1978
  • Katharina Seidl: Der Innsbrucker Hofgarten. Geschichte, Gartentheorie, Denkmalschutzsituation und Zukunftsaussichten, Innsbruck, Univ., Dipl.-Arb., 1995
  • Monika Frenzel: Gartenkunst in Tirol, von der Renaissance bis heute, Tyrolia-Verlag Innsbruck-Wien, 1998

Weblinks

47.27166666666711.397611111111580Koordinaten: 47° 16′ 18″ N, 11° 23′ 51,4″ O