Hohenweiler

Hohenweiler
Wappen von Hohenweiler
Hohenweiler (Österreich)
Hohenweiler
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bregenz
Kfz-Kennzeichen: B
Fläche: 8,42 km²
Koordinaten: 47° 35′ N, 9° 47′ O47.58849.78125503Koordinaten: 47° 35.3′ 18″ N, 9° 46.883333333333′ 53″ O
Höhe: 503 m ü. A.
Einwohner: 1.276 (30. Sep. 2012)
Bevölkerungsdichte: 151,54 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6914
Vorwahl: 05573
Gemeindekennziffer: 8 02 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 41
6914 Hohenweiler
Website: www.hohenweiler.at
Politik
Bürgermeister: Wolfgang Langes
Gemeindevertretung: (2010)
(15 Mitglieder)
15 Überparteiliche BürgerInnenliste Hohenweiler
Lage der Gemeinde Hohenweiler im Bezirk Bregenz
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Über dieses Bild
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Gemeinde Hohenweiler
Gemeinde Hohenweiler
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Hohenweiler ist die nördlichste Gemeinde des österreichischen Bundeslands Vorarlberg und hat 1276 Einwohnern (Stand 30. September 2012).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde Hohenweiler liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Bregenz nördlich des Bodensees auf 503 Metern Höhe. 44,2 % der Fläche sind bewaldet.

Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Hohenweiler. Der Ort grenzt an die österreichischen Gemeinden Hörbranz und Möggers sowie an die deutsche Gemeinde Sigmarszell im Landkreis Lindau.

Geschichte

Bei der Gmündmühle fanden sich Reste eines römischen Burgus, ein turmartiges Gebäude, das zur Verstärkung der Grenzbefestigung zwischen den Kastellen im Abstand von etwa 1,5 bis 2 Kilometer, mit einer fast quadratischen Grundfläche von 10 bis 12 Metern Seitenlänge errichtet wurde.[1]

Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Hohenweiler seit der Gründung 1861. Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Der Ausländeranteil lag 2007 bei 10,0 Prozent.

Politik

Die Gemeindevertretung besteht aus 15 Mitgliedern, die alle der Überparteilichen BürgerInnenliste Hohenweiler (einzige Liste, die bei der Wahl 2010 kandidierte) angehören. Bürgermeister ist Wolfgang Langes. Die Gemeindeeinnahmen aus Steuern und sonstigen Abgaben lagen 2001 bei 977.400 €, die gemeindlichen Ausgaben bei 2.966.700 €. Der Schuldenstand betrug 2001 1.874.700 €.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Gmündmühle

Gmündmühle (1740) im Ortsteil Gmünd

Direkt am Grenzbach zu Bayern liegt der Ortsteil Gmünd. Auf bayerischer Seite befindet sich ein mittelgroßes Sägewerk, ein Steinwurf entfernt auf Vorarlberger Seite liegt das malerische Gasthaus und Pension "Gmündmühle".

Es handelt sich um ein Fachwerkhaus, das um 1740 erbaut und danach um weitere Wirtschaftsgebäude, ebenfalls im Fachwerkstil, erweitert wurde. Die Einrichtung des Lokals entspricht größtenteils noch der ursprünglichen Ausstattung.

Eine besondere Rarität: zwei in Holzwände eingebaute Wanduhren, von denen die ältere (um 1760) noch funktionstüchtig ist.

Klosterkirche Maria-Stern Gwiggen

Hauptartikel: Abtei Mariastern (Gwiggen)
Kloster Maria Stern (Gwiggen)

Das Kloster wurde erbaut 1895 von Laurentius Wocher, welcher von 1893 bis 1895 als Abt der Mehrerau tätig war.

Im Gegensatz zu den Kirchen in Frastanz oder Silbertal könnte man hier den Begriff einer voralpinen Gotik einführen, die sich nur auf eine gotische Grundstruktur bezieht und ohne Pathos auskommt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Am Ort gab es im Jahr 2007 19 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 51 Beschäftigten und 4 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 541.

Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle. Der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen an der Gesamtfläche liegt bei 48,8 %.

Bildung

Am Ort gibt es (2006/07) 54 Schüler. In Hohenweiler gibt es zudem einen Kindergarten.

Einzelnachweise

  1. Die Römer an Bodensee und Allgäu. S. 13–16, hier S. 14. In: Werner Dobras: Chronologie des Landkreises Lindau. Verlag W. Eppe, 1985. ISBN 3-89089-004-0

Weblinks